Daniel Gordon (KSC 3) mit Ball.
Daniel Gordon (KSC 3) mit Ball.
Bild: Carmele/TMC-Fotografie
Der älteste Hase der 2. Liga: Trotzdem spielt KSC-Urgestein Daniel Gordon aktuell so gut wie in seinen besten Tagen
Karlsruhe
24.08.2021 06:00
"Oldie but goldie." Frei übersetzt: "Etwas älter - aber klasse!" Auf KSC-Profi Daniel Gordon trifft das absolut zu. Der 36 Jahre alte Abwehrspieler spielt so gut wie zu seinen besten Tagen. Mindestens. ka-news.de hat sich die Leistung des KSC-Urgesteins gegen Werder Bremen am Samstag noch einmal genauer angeschaut.

Gegen Bremen kam "Gordi", weil Robin Bormuth wegen eines Jochbeinbruchs ausfiel, zu seinem Startelfdebüt in dieser Saison. Und: Der Deutsch-Jamaikaner agierte absolut abgeklärt – souverän. 94 Prozent Passquote, 83 Prozent Zweikampfquote - überragende Werte!

335 Einsätze geben Selbstsicherheit

So ganz nebenbei wurde er gegen die Werderaner zum ältesten aktiven Zweitligaspieler, überholte Schalkes Ersatztorwart Michael Langer. Man merkte ihm gegen die Grün-Weißen seine große Erfahrung an: 335 Einsätze in Liga eins, zwei und drei geben Selbstsicherheit.

Daniel Gordon (KSC 3) kommt ins Stadion und klatscht, dahinter Marvin Pourie (KSC 9)
Daniel Gordon (KSC 3) kommt ins Stadion und klatscht, dahinter Marvin Pourie (KSC 9) Bild: Carmele/TMC-Fotografie.de

Auch das Lob des Trainers Christian Eichner an den Innenverteidiger trägt dazu bei: "Ich hatte und habe volles Vertrauen. Er weiß, was er kann und er weiß, was er tun muss, um seine Leistung zu bringen. Gordi weiß, was für eine Qualität er einbringen kann und die Mannschaft weiß, was für einen Typ von Spieler da mitmacht", sprudelt es aus Eichner nur so heraus.

"Gordi sorgt für gute Atmosphäre - aber auch für Reibung"

"Gordi versucht jeden Tag im Training hundert Prozent Leistung zu bringen. Er sorgt für eine gute Atmosphäre - aber auch für Reibung." Eichner bezeichnete den1,94 Meter großen Gordon vergangene Saison gar als den "besten Kopfballspieler der Liga". Der Innenverteidiger war gegen den Bundesligaabsteiger Bremen von Anpfiff an konzentriert, voll im Spiel.

Daniel Gordon (KSC 3) nach einem Zweikampf am Boden.
Daniel Gordon (KSC 3) nach einem Zweikampf am Boden. Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Sechste Minute: toller Einsatz fast an der Außenlinie - Gordon gewann das so wichtige Duell gegen Romano Schmid und bügelte eine Nachlässigkeit eines Teamkollegen aus. Neunte Minute: Mit einer Grätsche trennte er Gästeangreifer Niclas Füllkrug vom Ball. Danach: Szenenapplaus! Der gebürtige Dortmunder überzeugte über die komplette Spielzeit.

Alle beim KSC sind sicher: Er wird auch in Nürnberg alles geben, um erneut eine gute Leistung abzuliefern. Schon Ende der vergangenen Saison erklärte Gordon gegenüber ka-news.de, dass er nicht blauäugig in die Zeit nach der aktiven Karriere gehe, sondern das vorbereite und wohl ins Trainergeschäft einsteigen werde. Im Moment bereitet er "die Zeit danach" konkret vor, hospitiert und hilft als Teilzeit-Coach bei der U17 des KSC.


KSC - Werder Bremen


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