Training am 23.06.2019, Herren, Fußball, Saison 2019/2020, 2.Liga, Karlsruher SC.
Philipp Hofmann (KSC 33)
Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie
Neuzugang Philipp Hofmann: "Als Spieler bin ich kopfballstark. Als Mensch - da bin ich ein lustiger Typ"
Karlsruhe
10.07.2019 12:50
Er wird als neuer Stürmer den KSC in der zweiten Liga unterstützen: Philipp Hofmann. Der Mittelstürmer wechselt vom Drittligisten Eintracht Braunschweig in den Wildpark. Welche besonderen Stärken bringt der 26-Jährige mit? Peter Putzing hat mit ihm gesprochen - in der exklusiven ka-news-Serie "KSC-Spotlight".

Er ist ein Modellathlet: Bei Philipp Hofmann sind auf 196 Zentimeter Größe 90 Kilogramm Muskelmasse verteilt. Hofmann, der aus Braunschweig zum KSC kam, ist das, was man einen "Stoßstürmer" nennt. Er ist einer, der beim Gegenspieler Eindruck hinterlässt.

KSC-Trainingslager in Waidring 2019
Neuzugang Philipp Hofmann nach der Trainingseinheit. Bild: ka-Reporter

Der 26-Jährige, der auch in Englands Premiership, beim FC Brentford, spielte, ist enorm kopfballstark. Und: Er scheut keinen Zweikampf, ist knallhart in den direkten Duellen. "Ich sehe härter aus als ich bin. Ich bin ein ruhiger Mensch, die Familie ist mir wichtig", sagt er und beschreibt sich so: "Als Spieler habe ich einen guten linken Fuß, bin kopfballstark. Ich versuche vorne zu rackern, versuche Bälle zu halten. Schwächen hat man immer. Mein rechter Fuß ist nicht so mein Sahnefuß. Ich arbeite jeden Tag daran, das zu verbessern."

"Bei meiner Freundin und unserem Hund finde ich Ruhe"

Nach einer kleinen Pause ergänzt er: "Als Mensch: Da bin ich ein lustiger Typ. Meine Freundin kommt mit nach Karlsruhe. Bei ihr und unserem Hund finde ich die Ruhe, die ich brauche. Etliche im Team haben Hunde, da werden wir sicher zusammen spazieren gehen." 

Training am 23.06.2019, Herren, Fußball, Saison 2019/2020, 2.Liga, Karlsruher SC.
Neuzugang Philipp Hofmann (KSC 33) beim Dehnen. Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Er ist mehrfacher Nachwuchsnationalspieler, auch mit Zweitligaerfahrung. 113 Spiele, 23 Tore, sieben Vorbereitungen, so seine bisherige Bilanz. Dass es in seiner Karriere nicht immer ganz rund lief, weiß er. "Zu Beginn habe ich vielleicht nicht immer alles richtig ernst genommen. Jetzt bin ich professioneller." Aus Fehlern habe er gelernt.

Hofmann und Pourié: Partner und keine Konkurrenten

In den Wildpark kam der Hüne, "weil das Gesamtpaket gut gepasst hat. Mein Vertrag lief in Braunschweig aus, ich hatte hier gute Gespräche und wollte wieder eine Liga höher gehen." Mit "Gesamtpaket" meint er: "Der KSC ist in Liga zwei, ist ein guter Verein mit Tradition und will sich in der zweiten Bundesliga festbeißen. Die Planungen für die Zukunft, das neue Stadion - es entwickelt sich hier etwas."

Training am 23.06.2019, Herren, Fußball, Saison 2019/2020, 2.Liga, Karlsruher SC.
Im Angriff mit dem Ball, Philipp Hofmann (KSC 33) Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Dass er im Angriffszentrum mit Marvin Pourié heftige Konkurrenz hat, schreckte ihn nicht ab. Auch, weil er Pourié nicht als Konkurrenz sieht: "Der Trainer hat viele Optionen, das ist gut. Der KSC hat oft mit zwei Stürmern gespielt. Ich sehe mich eher als Partner von Marvin."

Klassenerhalt ist sein Ziel

Hofmann erklärt: "Wir sind verschiedene Spielertypen. Ich bin der klassische Strafraumstürmer, Marvin geht über die Flügel, er macht die Läufe in die Tiefe. Man kann ihn schicken, er will immer den Ball. Ich bin im Abschluss gut." Hofmann ist sicher, dass es mit ihm und Pourié in der Spitze klappt. "Auf jeden Fall. Im Test gegen Bremen war es schon ganz gut, wir verstehen uns auch neben dem Feld. Das wird gut!"

Philipp Hofmann steht im Trikot von Braunschweig auf dem Platz
Philipp Hofmann steht im Trikot von Eintracht Braunschweig auf dem Platz. Bild: Peter Steffen/Archivbild

Sein Ziel mit dem Team? "Ich will mit dieser Mannschaft auch nach der kommenden Saison weiter in der zweiten Bundesliga sein." Soll heißen: Klassenerhalt! Eine bestimmte Trefferzahl hat er sich nicht vorgenommen. "Ich setze mir keine Anzahl an Toren. Da habe ich früher mal schlechte Erfahrungen gemacht, deshalb mache ich das nicht mehr. Ich will natürlich immer spielen, will für das Team arbeiten. Es wird eine spannende Saison, mit dem großen Ziel, die Liga zu halten. Dazu müssen wir eine Schippe drauflegen. Das ist eine andere Liga, eine andere Qualität als in Liga 3."

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