Tim Kircher
Tim Kircher
Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie
Nach elf Jahren im Wildpark: KSC-Nachwuchs Tim Kircher steht vor dem Wechsel zu Carl Zeiss Jena
Karlsruhe
07.06.2019 21:05
Wieder verlässt wohl ein KSC-Eigengewächs den Wildpark. Nach elf Jahren im Wildpark zieht es Tim Kircher zum FC Carl Zeiss Jena. Jena machte damit das Rennen gegenüber Konkurrent TSG Hoffenheim. Der Erstligist wollte den Spieler für sein U23-Talentteam, weil man sehr großes Entwicklungspotential beim vielseitigen Kircher sah.

Der schnelle und technisch starke Außenverteidiger Tim Kircher sieht in Thüringen eine bessere Zukunft als beim KSC - und als in Hoffenheim. Der gebürtige Badener, der seine ersten Schritte als Fußballer, beim SV Au am Rhein machte, glaubt beim FCC größere Chancen zu haben, Spielpraxis zu sammeln. Zudem: Jena spielt in Liga drei, Hoffenheim II in der Regionalliga.

Kircher sah seine Chancen schwinden

Beim Zweitliga-Aufsteiger KSC brachte Kircher es in der abgelaufenen Spielrunde auf ganze drei Einsätze, über insgesamt 103 Minuten. Davon absolvierte er 90 Minuten in Unterhaching - als Linksverteidiger für den gesperrten Stammspieler Damian Roßbach. KSC-Trainer Alois Schwartz hatte die Leistung Kirchers nach der Partie gelobt. 

Tim Kircher
Tim Kircher Bild: Reisenauer

Auch aufgrund einer Verletzung stand Kircher in den letzten acht Saisonspielen nicht mehr im KSC-Kader. Nachdem der KSC - doch etwas überraschend - die Verpflichtung des 21-jährigen Dirk Carlson bekannt gab, sah Kircher, der seit 2008 im Wildpark spielte, seine Chancen auf Einsatzzeiten noch mehr schwinden.

Carlson, Sohn eines US-Amerikaners und einer Luxemburgerin mit spanischen Wurzeln, erhielt beim KSC einen Dreijahresvertrag. Der Linksverteidiger spielte in der U21 von Grasshopper Zürich, im Profiteam von "GC" - dem abgeschlagenen Absteiger in der Schweizer Super League - kam er nicht zum Einsatz.

 

Folgt auf die Ausleihe der Wechsel?

Jena sah wohl aufgrund dieser Konstellation eine Chance, Kircher verpflichten zu können. Und man scheint sich wohl im Detail einig, wenn es auch offiziell keine Aussage zum Deal gibt. Der FCC wird das Verteidigertalent bis Saisonende ausleihen. Der KSC könnte sich sogar vorstellen, Kircher ganz abzugeben. Denn: Es soll im Leihvertrag für Jena eine Kaufoption festgelegt worden sein.

"Triebfeder" dieses Ausleihgeschäftes könnte Lukas Kwasniok gewesen sein. Der Cheftrainer von Jena war einst Kirchers Trainer in der U19 des KSC. Schon damals schwärmte Kwasniok, der inzwischen mit großen Erfolg Trainer beim FC Carl Zeiss ist, von Kirchers Fähigkeiten.

"Er ist ein großer Mehrwert für jede Mannschaft"

Als Kircher vor rund einem Jahr von der KSC-Jugend ins Profiteam wechselte, lobte Kwasniok seinen Ex-Schützling: "Er hat einen sehr schnellen Fuß, damit meine ich seine ansatzlosen Abkappbewegungen. Daher ist er als offensiver Außenverteidiger eine Waffe, da diese Fähigkeit noch mit einer sehr guten Entscheidungsfindung einhergeht! Tim kann auf beiden Seiten gleich gut agieren, das ist ein großer Mehrwert für jede Mannschaft."

Lukas Kwasniok könnte seinen Ex-Schützling bald in Jena wiedersehen. Bild: Uwe Anspach (dpa)

Es scheint sicher, dass Kwasniok, der seinen Lebensmittelpunkt noch immer im Badischen hat, Kircher bald in Thüringen wieder sehen wird.

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