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Keeper Dirk Orlishausen verrät die KSC-DNA
Karlsruhe
15.05.2018 17:45
Vor sieben Jahren kam Dirk Orlishausen zum Karlsruher SC. In dieser Zeit erlebte der Torhüter so ziemlich die komplette Bandbreite der Gefühlsachterbahn mit den Blau-Weißen. Der Kreis geschlossen werden soll in der nun anstehenden Relegation. Orlishausen, dessen Vertrag nach der Saison ausläuft, will noch einmal einen Aufstieg feiern.

"Wir wollen wieder aufsteigen, die Fans wollen das, die Stadt will das", beschreibt der 35-Jährige, was er dieser Tage erlebt. Die Euphorie beeindruckt auch ihn, der schon so ziemlich alles mitgemacht hat in der Fächerstadt: zwei Abstiege in die 3. Liga, beim ersten Mal die direkte Rückkehr in die 2. Bundesliga (2012/13), dann der Fast-Aufstieg ins Oberhaus und das Relegations-Drama gegen den Hamburger SV in der Spielzeit 2014/15. 

In dieser Saison ein wichtiger Faktor ist mit Sicherheit Cheftrainer Alois Schwartz. Orlishausen weiß auch ganz genau, woran es liegt: "Eigentlich war es nur eine Sache, die er gemacht hat. Er hat uns beigebracht, direkt von der ersten Sekunde an, dass wir wieder richtig verteidigen." 

"Wir machen fast das gleiche wie unter Markus Kauczinski"

Der Keeper ist sich sicher: "Das war für unsere Mannschaft genau der richtige Weg. Wir machen fast das gleiche wie unter Markus Kauczinski - vielleicht ist das die DNA des Karlsruher SC."

Bild: Tim Carmele | tmc-fotografie.de

Orlishausen selbst durfte in dieser Saison nicht allzu häufig auf dem Platz mitwirken, hat seine Rolle als zweiter Mann aber angenommen und versucht auszufüllen. Wie es für ihn nach dieser Saison weitergeht, ist noch offen. Am Mittwoch soll die endgültige Entscheidung verkündet werden. "Offiziell ist noch nichts. Meine Entscheidung ist aber zu 99 Prozent gefallen."

Relegationsfluch soll gebrochen werden

Viel lieber spricht Orlishausen ohnehin über die anstehende Relegation. Mit Erzgebirge Aue trifft man nicht gerade auf seinen Lieblingsgegner: "Aue ist mit das schwierigste Los. Sie sind es gewohnt, ständig um den Klassenerhalt zu kämpfen. Dazu hatten sie für mich die beste Verfassung von allen Mannschaften, die in Frage kamen. Es ist etwas schwieriger, aber wir haben auch gezeigt, was für eine Mannschaft und was für einen Charakter wir haben."

Der Keeper zuversichtlich: "Ich glaube daran, dass wir in diesem Jahr den Relegationsfluch des KSC brechen können und in die zweite Liga aufsteigen können."

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