Martin Röser
Martin Röser
Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie
KSC-Spieler Röser muss wieder Spielpraxis sammeln: "Manchmal dauert es eben etwas länger, bis man Leistung zeigen kann"
Karlsruhe
24.04.2019 12:00
Auf die Leistungen des Karlsruher SC lohnt immer wieder ein genauerer Blick. Diesen wagt regelmäßig am Mittwoch Peter Putzing und rückt Erfolge der Profis in der exklusiven ka-news-Serie ins "KSC-Spotlight".

Martin Röser gehört zur - wohl teilweise richtig frustrierten - Fraktion der "Pechvögel". Weil er etliche Monate wegen Verletzung oder Erkrankungen seine Leistungsfähigkeit nicht abrufen konnte. Wie einige KSC-Kollegen. Man denke an Saliou Sané, Kyong-Rok Choi, Justin Möbius oder Marin Sverko.

Martin Röser (Karlsruher SC #11) nach dem Zweikampf mit Marc Lorenz (Karlsruher SC #7). Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Der gebürtige Pfälzer Röser, ein schneller Außenbahnspieler, kam in dieser Saison in der Startelf selten zum Zuge. Logisch, dass er daher selten seine Qualitäten zeigen konnte. Anfang Februar 2019 brachte er es in Zwickau auf elf Minuten Einsatzzeit. Dann: Monatelange Pause wegen eines Rippenbruchs.

Einwechslung gegen Meppen

Seine Bilanz bisher: Mager. 16 Einsätze über insgesamt 505 Minuten. Gerade einmal fünf Spiele stand der 28-Jährige, der aus Halle in den Wildpark kam, in der Startelf. Natürlich beschäftigt er sich mit seiner Situation, doch er erklärt immer wieder: "Wichtig ist am Ende der mannschaftliche Erfolg."

Martin Röser scheitert an Sven Müller. Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Beim Sieg gegen Meppen durfte er endlich wieder mitmischen. Ab der 80. Minute kam er für Manuel Stiefler ins Team. Stiefler: "Ich wollte raus, es haben die Körner gefehlt. Martin saß draußen und ich wusste, dass er auf der Außenposition seine Sache gut macht." Stiefler hatte recht, Röser machte einen guten Job, fiel gar zwei mal auf.

Die Spielpraxis fehlt

In der 87. Minute stand er - frei vor dem Tor. Eigentlich ein sicherer Treffer. Vergangene Saison hätte der eigentlich coole, clevere und torgefährliche Röser dieses Tor wohl leicht und locker erzielt. Und jetzt? Da herrscht Verunsicherung. Da denkt er bei jedem Ballbesitz nach. Hin und wieder zu lange, hin und wieder fällt er dann die falsche Entscheidung. Zudem fehlen ihm die Automatismen. Und: Das so wichtige Selbstvertrauen. So auch in dieser Szene, als er am gut reagierenden Gästekeeper scheiterte.

Gelbe Karte kurz von Ende des Spiels für Martin Röser (KSC 11). Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Trainer Alois Schwartz war dennoch mit Rösers Kurzauftritt zufrieden. "Martin hat einen guten Job gemacht, hat gut gearbeitet", sagt der KSC-Coach gegenüber ka-news. Die Ansicht des Cheftrainers zur vergebenen Großchance: "Da muss er kurz ausholen, dann macht der Torwart einen Zappler - dann kann er den Ball locker reinschieben. Verständlich, dass es nicht so lief. Ihm fehlt die Spielpraxis und damit die Ruhe in solchen Situationen."

Gelbe Karte - und so "rettet" Röser den KSC

Schwartz nominierte Röser in den Kader, "weil ich einen Außenbahnspieler brauchte. Er hat es gut gemacht." Kurz vor Spielende kassierte der gebürtige Ludwigshafener noch eine Verwarnung. Berechtigt. Aber - gut für das KSC-Team. Denn Röser unterband durch dieses Foulspiel einen erfolgversprechenden Konter der Gäste.

Gelbe Karte kurz von Ende des Spiels für Martin Röser (KSC 11). Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Der 28-jährige Röser, der sehr selbstkritisch ist, beschreibt sich als einen "sehr kommunikativen Typ". Er weiß auch, dass er trotz allen Engagements, seine großen Stärken - Schnelligkeit und seine Torgefahr - noch nicht richtig ausspielen konnte. Er hofft, dass er gesund bleibt, und dass bald der Knoten platzt: "Manchmal dauert es einfach in einem neuen Verein etwas länger bis alles zusammen greift und man entsprechende Leistungen abliefert."

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