Karlsruhes Torwart Benjamin Uphoff steht am Spielfeldrand.
Karlsruhes Torwart Benjamin Uphoff steht am Spielfeldrand.
Bild: Michael Deines//Michael Deines/Archivbild
Gerüchteküche brodelt: Geht KSC-Keeper Uphoff zum 1. FC Köln?
Karlsruhe
15.03.2020 15:44
Nicht nur die Corona-Krise beschäftigt den KSC. Auch die Ankündigung von Torwart Benjamin Uphoff, seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag beim aktuellen Tabellenvorletzten in Liga zwei nicht zu verlängern, muss erst verdaut und verarbeitet werden.

Seit Uphoff im Sommer 2017 zum KSC wechselte, absolvierte er 107 Spiele für die Blau-Weißen, hatte mit guten Leistungen großen Anteil am Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Der 192 Zentimeter große und 80 Kilogramm schwere Keeper liefert die Begründung für seinen Abgang: "Ich will den nächsten Schritt in meiner Entwicklung machen", so "Uppi", der dann auf Nachfrage auch bekennt, dass der nächste Schritt der "Wechsel zu einem Erstligisten ist"

Gerüchte verdichten sich

Wohin, dazu wollte Uphoff nichts sagen. "Es ist mit meinem neuen Arbeitgeber abgesprochen, dass es der Verein ist, der alles bekanntgibt." Zunächst wurde spekuliert, dass er zum SC Freiburg wechselt und dort als Nachfolger von Top-Keeper Alexander Schwolow, den der SC wohl nicht mehr allzu lange im Breisgau halten kann, aufgebaut werden sollte. Auch der FC Augsburg soll Interesse an Uphoff gehabt haben.

Doch inzwischen verdichten sich die Hinweise, dass der gebürtige Bayer Uphoff zum 1. FC Köln wechselt, dort die Nummer zwei hinter Stammkeeper Timo Horn werden soll. Dessen bisheriger Vertreter Thomas Kessler ist 34 Jahre alt und sein Vertrag beim FC läuft im Sommer aus. Zudem soll sich FC-Torwarttrainer Andreas Menger bei Kumpel Kai Rabe - Ex-KSC-Torwarttrainer inzwischen HSV - über Uphoff erkundigt haben.

Uphoff, der nebenbei Fahrzeugtechnik studiert, beteuert, dass ihn finanzielle Rahmenbedingungen bei seiner Entscheidung "null-Komma-null beeinflusst" hätten. Für den Noch-KSC'ler ist zweifelsfrei: "Wenn ich den Schritt in die erste Liga machen will, dann muss der jetzt kommen." Zum einen, weil er schon der 26 Jahre alt ist, zum anderen kann er im Sommer ablösefrei wechseln, ist dadurch für Clubs interessanter.

KSC wollte Uphoff halten

Uphoff ist Realist genug zu wissen, dass er nicht als zukünftig gesetzte Nummer eins in die erste Liga wechseln kann. Dass er sich zunächst wohl auf der Auswechselbank wiederfindet, davon geht er realistischerweise aus. "Wenn man aus der zweiten Liga kommt, muss man sich einfach auf die Bank setzen." Der KSC habe sich bemüht, ihn im Wildpark zu halten.

"Es gab schon vor Weihnachten Gespräche, die wurden dann in beidseitigem Einvernehmen auf Eis gelegt. Der KSC wollte nun eine Entscheidung, da habe ich dem Club meinen Entschluss diese Tage mitgeteilt." Nochmals versichert er: "Der Hauptgrund ist, dass ich im Sommer etwas Neues machen will", sagt er fügt hinzu: "Ich gehe nicht im Groll, ich will einfach etwas Neues machen."

KSC Trainer Christian Eichner ist nicht begeistert von Uphoffs Abgang, er bekennt, "dass wir einen sehr guten Torhüter verlieren. Er hatte es anfangs nicht einfach, einen Mann wie Dirk Orlishausen zu verdrängen. Benni hat sich zu einem Topmann zwischen den Pfosten entwickelt", lobt ihn "Eiche", der dann flugs nachschiebt: "Wir haben aber mit Marius Gersbeck einen Keeper, dem ich eine ähnlich gute Rolle absolut zutraue."

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