Wildparkstadion 7
(Symbolbild)
Bild: Paul Needham
Der Kader wird immer größer: Stiefler und Kobald wohl zum KSC
Karlsruhe
09.07.2018 18:40
28 Profis stehen im Wildpark unter Vertrag. Dennoch, trotz des großen und nicht ganz billigen Kaders, rüstet der KSC weiter mächtig auf. Aus der zweiten Liga Österreichs soll Innenverteidiger Christoph Kobald zu den Badenern wechseln und im Trainingslager in Tirol dazustoßen.

Nach der Videoanalyse des Relegationsspiels SC Wiener Neustadt gegen SKN St. Pölten hat der Verband gegen Kobald ein Verfahren eingeleitet. Die Bilder belegten, dass sich Kobald unmittelbar nach Spielabpfiff gegenüber David Stec vom SKN grob unsportlich verhalten hat. Das zuständige Sportgericht sperrte den Abwehrspieler wettbewerbsübergreifend bis zum 23. Juli 2018. Unter diesen Voraussetzungen kann er für die Badener wohl kein Vorbereitungsspiel bestreiten und ist somit wohl auch kein Kandidat für die Startelf bei der Auftaktpartie des KSC in Braunschweig.

Dann heißt es wohl: Was lange währt - wird endlich gut! Oder: Trainer Alois Schwartz holt - nach Marco Thiede und Damian Roßbach - Ex-Schützling Nummer drei aus Sandhausen zum KSC. Manuel Stiefler wechselt wohl ziemlich sicher zum KSC. Der vielseitige Mittelfeldspieler kommt ablösefrei. Nach dem Verkauf von Marcel Mehlem und den rund 400.000 Euro Einnahmen, konnten jetzt wohl auch seine Gehaltsforderungen erfüllt werden.

Der Dritte aus Sandhausen?

Manuel Stiefler erfüllt ein von Schwartz erstelltes Anforderungsprofil, ist ein offensiver Mittelfeldspieler mit Fähigkeiten in Sachen Kreativität. Er spielte seit Juni 2013 für den Zweitligisten SV Sandhausen. In Liga 3 absolvierte er 84 Spiele, dabei erzielte Stiefler 13 Tore und bereitete zwölf vor. Eine Klasse höher brachte er es auf 82 Einsätze. In diesen Spielen traf er fünf Mal ins gegnerische Netz und gab die Vorlagen zu fünf Toren.

Der Karlsruher Wildpark (Symbolbild). Bild: Peter Eich

Der 29-Jährige, der eine hohe Sozialkompetenz hat, ist vielseitig einsetzbar. Er kann im Mittelfeld auf allen offensiven Positionen spielen, auch auf der zentralen Zehnerposition. Mit Stiefler hat Schwartz taktisch mehr Möglichkeiten, könnte auch das von ihm bevorzugte 4-2-3-1 System spielen lassen.

Eine Frage der Mentalität

Für den Wechsel des gebürtigen Franken zum KSC spricht Einiges: Er gilt als einer der Lieblingsspieler von Alois Schwartz. Stieflers Aufstieg, nicht nur zum Stammspieler, sondern zum Leistungsträger in der zweiten Liga, ist eng mit Schwartz verbunden. Im April 2015 setzte Stiefler ein Kreuzbandriss außer Gefecht. Beim seinem Comeback Anfang 2016 riss das Band jedoch erneut. Dennoch kämpfte sich Stiefler wieder heran, wurde wieder Stammkraft. Aber: Sein Vertrag in Sandhausen wurde nicht verlängert.

Manuel Stiefler ist nicht nur ein guter Fußballer, er ist auch eine Persönlichkeit. Einer, der immer alles gibt. Ein "Mentalitäts-Spieler", wie sie Alois Schwartz mag. Schwartz erklärt immer und immer wieder: "Mentalität kann Qualität schlagen!" Die Entscheidung über die Verpflichtung des "Mentalitäts-Spielers" scheint gefallen.

Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert:
19 Kommentare

Hinweis: Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren. Bitte beachten Sie die Kommentarregeln.
Betreff/Titel


Ihr Kommentar

Noch Zeichen