Karlsruher SC beim Training, Herren, dritte DFB Liga, Saison 2018/2019, auf dem Kunstrasenplatz 3,  am 08.01.2019 in Karlsruhe (Wildparkstadion), Germany
Christoph Kobald (#22)
Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie
Beim KSC spricht man (noch) nicht gerne über möglichen Aufstieg - "Es liegen noch sechs schwere Spiele vor uns"
Karlsruhe
10.04.2019 14:30
Im "KSC-Spotlight" wirft Peter Putzing regelmäßig einen Blick auf die Leistungen und Erfolge der Profis. Heute: Christoph Kobald glänzte im vergangenen Spiel als Innenverteidiger - und soll künftig auch im Mittelfeld das KSC-Spiel prägen. Wir haben mit dem Abwehrspieler über seine Lieblingsposition und den möglichen Aufstieg in die zweite Liga gesprochen.

Daniel Gordon im Abwehrzentrum zu ersetzen ist keine leichte Aufgabe. Doch der erst 21 Jahre alte Christoph Kobald erledigte diesen Job beim 4:0 des KSC gegen Unterhaching gut. Defensiv agierte der 1,86 Meter große Österreicher sicher und souverän, verlor kaum einen Zweikampf. Zudem versuchte Kobald das Spiel mit flachen Pässen in die Sturmspitze schnell zu machen.

"Ich bin in der Innenverteidigung zu Hause"

Er ärgerte sich, wenn keine Anspielstation da war und machte das auch auf dem Feld verbal und mit Gesten deutlich. "Das wichtigste ist: Kein Tor zu bekommen. Natürlich versuche ich das Spiel aufzubauen. Aber manchmal muss man eben weit und hoch spielen", so Kobald, der mit seiner Leistung zufrieden war, "auch weil ich erst zum zweiten Mal auf der Innenverteidigerposition gespielt habe."

Christoph Kobald schießt den Ball. Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Bei seinen elf Einsätzen über 513 Minuten kam er meist im defensiven Mittelfeld zum Zuge. Auf die Frage, wo er am liebsten spielt, antwortet er diplomatisch: "Dort wo mich der Trainer aufstellt!" Doch könnte er wählen, dann? "Ich spiele mein Fußballerleben lang in der Innenverteidigung, da bin ich zu Hause."

Löst Daniel Gordon Kobald ab?

Trainer Alois Schwartz sieht ihn auch mehr in der Abwehr. "Er ist eigentlich Innenverteidiger. Christoph hat alle Voraussetzungen. Fußballerisch und physisch. Der wird ein richtig Guter", lobt ihn Schwartz. "Er kommt aus der zweiten österreichischen Liga, wo Tempo und die Robustheit nicht so hoch sind. Er musste sich daran gewöhnen. Anfangs wollte er nur spielen, bis er gecheckt hat, dass es hier anders und schneller zu Sache geht." Dass der Chefcoach ihn lobt, freut den 21-Jährigen: "Dazu kann ich nur sagen: Dankeschön!"

Am Boden Anton Fink (KSC 30) nach dem Zweikampf mit Christoph Kobald (KSC 22) Bild: TimCarmele

Doch trotz des Trainerlobs scheint sicher: Gordon hat seine Gelbsperre abgesessen, wird in der Startelf stehen, Kobald rutscht ins nicht so sehr geliebte defensive Mittelfeld. Er bleibt cool: "Wir werden sehen. Das entscheidet der Trainer, das kann ich wenig beeinflussen. Es ist eine längere Woche, da wir erst am Montag spielen, da kann viel passieren."

"Über Chancen und Wahrscheinlichkeiten denke ich nicht nach"

Egal wo er aufläuft, der 21 Jahre alte Innenverteidiger ist total fokussiert, fährt mit breiter Brust nach Würzburg und mit dem Ziel, einen Dreier zu machen: "Wir werden alles dafür geben, das zu erreichen. Wenn man aufsteigen will, muss man dort gewinnen." Kobald mahnt zur Konzentration: "Es liegen noch sechs schwere Spiele vor uns. Ich hoffe, dieses 4:0 gegen Haching war ein Anstoß, eine Hilfe, dass wir die positiv gestalten."

; am 24.02.2019, Herren, Fußball, Saison 2018/2019, 3.Liga, Training, Karlsruher SC.
Christoph Kobald (KSC 22) im Sprinttraining Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Zu den Möglichkeiten, den Aufstieg einzutüten, will er nichts sagen: "Über Chancen und Wahrscheinlichkeiten denke ich nicht nach. In dieser Liga kann alles passieren. Ich schaue auf die nächste Begegnung, will die positiv gestalten, will das nächste Spiel gewinnen", meint Kobald. "Ich konzentriere mich auf meinen Job, hoffe, dass wir ohne Gegentor bleiben und vorne wieder so treffen wie gegen Unterhaching."

Kobald übt Kritik an der U23-Regel

Sollte es mit dem Aufstieg klappen, ist ihm vor der zweiten Liga nicht bange: "Das traue ich mir zu", meint Christoph Kobald. Er fühlt sich im Badischen "rundum wohl", nur eines stört ihn hier: Die U23-Regel. Die fordert, dass in der 3. Liga vier Akteure im Kader stehen, die in einer deutschen U-Nationalelf spielen können.

Dadurch stand er mehrmals nicht im Kader, obwohl Kobald stärker war als einige, die nominiert wurden - oder besser: Nominiert werden mussten. "Ja, das ist blöd, ich habe mich öfters geärgert, aber ich kann nichts machen", resigniert der Österreicher. "Für die jungen deutschen Spieler finde ich diese Regel gut - für mich ist das ein Nachteil." Jetzt hat er diese Hürde aber übersprungen, denn: Derzeit gehört er zur Stammelf.


KSC - SpVgg Unterhaching

Karlsruher SC - SpVgg Unterhaching, 06.04.2019, Herren, Saison 2018/2019, 3.Liga, Fußball,  Heimspiel, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER Karlsruher SC - SpVgg Unterhaching, 06.04.2019, Herren, Saison 2018/2019, 3.Liga, Fußball,  Heimspiel, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER Karlsruher SC - SpVgg Unterhaching, 06.04.2019, Herren, Saison 2018/2019, 3.Liga, Fußball,  Heimspiel, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER Karlsruher SC - SpVgg Unterhaching, 06.04.2019, Herren, Saison 2018/2019, 3.Liga, Fußball,  Heimspiel, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER

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