Das brauchen Jugendliche in der Fabrik der Zukunft
In Zukunft werden Roboter noch stärker als heute schon in der Fabrik im Einsatz sein. Foto: Jan Woitas
Produktion der Zukunft: 4 Karlsruher Unternehmen ausgezeichnet
Karlsruhe/Stuttgart
17.11.2016 16:17
Die Wirtschaftsministerin des Landes, Nicole Hoffmeister-Kraut hat am Montag die Preisträger der vierten und fünften Runde des Wettbewerbs "100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg" ausgezeichnet. Insgesamt wurden siebzehn Betriebe prämiert, die Industrie 4.0, also mit intelligenter Vernetzung, erfolgreich im Unternehmensalltag umgesetzt haben.
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Mit dem Wettbewerb sucht die "Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg" nach innovativen Konzepten aus der Wirtschaft, die mit der intelligenten Vernetzung von Produktions- und Wertschöpfungsprozessen erfolgreich sind. Die Expertenjury bewertet dann neben dem Innovationsgrad auch die konkrete Praxisrelevanz für Industrie 4.0.

"Die vierte Auszeichnungsrunde des Wettbewerbs zeigt: Industrie 4.0 ist nicht mehr nur ein abstraktes Konzept. Große Unternehmen ebenso wie viele kleine und mittlere Unternehmen haben Lösungen und Projekte umgesetzt, die bereits 'anfassbar' sind und die den Nutzern einen echten Mehrwert bringen", sagte Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut.

Neue Lösungen für bestehende Abläufe

"Die vernetzte Produktion der Zukunft soll von mittelständischen Unternehmen als reale Chance wahrgenommen werden. Mit dem Wettbewerb '100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg' können wir anhand vieler positiver Erfahrungen noch bestehende Vorbehalte bei Entscheidern in Unternehmen entkräften", so die Ministerin.

Die prämierten Projekte reichen von neuen Produkten, Komponenten, Maschinen und Anlagen über Software- und Vernetzungslösungen bis hin zu neuen Angeboten für eine sehr praxisorientierte Qualifizierung, die dazu beitragen, die Beschäftigten fit für die Anforderungen der Industrie 4.0 zu machen.

 

Ingesamt vier Karlsruher Unternehmen und Institutionen sind unter den Preisträgern. So wurde die "AXOOM GmbH" ausgezeichnet, die eine digitale Geschäftsplattform für Fertigungsunternehmen bietet. Das Forschungszentrum Informatik (FZI), beweist sein können in einer flexible Modellierung echtzeitfähiger Big-Data-Pipelines. "robodev GmbH" hat eine individuelle Automatisierung mittels Modulbaukasten entwickelt und die Siemens AG Manufacturing Fertigungssimulation und -validierung als digitale Schatten.

In Summe wurden in vier Prämierungsrunden bislang 68 Unternehmen, Institute und andere Organisationen ausgezeichnet. Bis Ende des kommenden Jahres soll die Zahl 100 erreicht werden. Die prämierten Unternehmen erhalten eine Ehrenurkunde und eine Glasplakette, die am Unternehmensstandort angebracht werden kann.

Hintergrund

Die Netzwerkinitiative Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg will Kompetenzen aus Produktionstechnik sowie Informations- und Kommunikationstechnik bündeln, alle wesentlichen Akteure vernetzen und durch innovative Transferangebote den industriellen Mittelstand in Richtung Industrie 4.0 begleiten.

Die Partner der Allianz – Unternehmen, Kammern, Verbände, Cluster, Hochschulen und Forschungsreinrichten sowie Sozialpartner – streben an, Baden-Württemberg als weltweit führende Region für Industrie 4.0-Technologien zu etablieren. Kleine und mittlere Unternehmen spielen dabei eine entscheidende Rolle und sollen von der Allianz profitieren.

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