ZG Raiffeisen
(Symbolbild)
Bild: Ralf Peter/ps
Panne führt zu Millionen-Verlust bei ZG Raiffeisen
Karlsruhe
09.10.2017 20:26
Ein Fehler im Umgang mit einem neuen Computersystem hat der ZG Raiffeisen-Gruppe im vergangenen Jahr ein Minus von rund 3,6 Millionen Euro eingebrockt.
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Im Zuge einer Systemumstellung bei der Tochter ZG Raiffeisen Energie waren seit Ende 2014 die Ein- und Verkaufspreise für fossile Energie nicht korrekt ausgewiesen worden, sagte eine Sprecherin am Montag in Karlsruhe. Dies hatte 2015 zu einem kleinen, im Jahr 2016 jedoch zu einem deutlichen Verlust, bei der Vermarktung etwa von Heizöl geführt - und sei dann aufgefallen. Infolge der Panne habe man sich inzwischen einvernehmlich von zwei Mitarbeitern getrennt. Sie hätten jedoch nicht vorsätzlich gehandelt.

Einzeln betrachtet machte die ZG Raiffeisen Energie wegen der Panne im vergangenen Jahr sogar zehn Millionen Verlust - das Minus wurde aber durch gute Ergebnisse in anderen Geschäftsfeldern kompensiert. Inzwischen befinde sich deren Geschäft wieder im "deutlich positiven Bereich", wie Vorstandschef Ewald Glaser sagte. Für das laufende Jahr werde, inklusive der Versicherungssumme für die Computerpanne, mit einem Plus von 11,3 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz lag mit 1 Milliarde Euro knapp unter dem des Vorjahres (1,1 Mrd Euro). Das abgelaufene Geschäftsjahr sei von ungünstigem Wetter und schlechter Getreideernte geprägt gewesen, hieß es weiter.

Die ZG Raiffeisen-Gruppe betreibt in Baden sowie im Elsass und in Lothringen etwa Baucenter, Raiffeisen-Märkte und Technik-Werkstätten und vermarktet unter anderem Energie und Agrarprodukte.

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