Messe Karlsruhe
(Symbolbild)
Bild: Messe Karlsruhe (Credit: KMK/Onuk)
Messe-Bilanz 2016: KMK verzeichnet über 30 Millionen Euro Umsatz
Karlsruhe
08.05.2017 21:00
Die Karlsruher Messe- und Kongress (KMK) GmbH präsentierte am Montag ihre Bilanz für das Jahr 2016. Mit 30,6 Millionen Euro Umsatz übertraf die KMK ihre Planungen. Für die kommenden Jahre zeigt sich die Messegesellschaft allerdings weniger optimistisch.
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Das Rekordergebnis aus dem Jahr 2015 konnte zwar nicht erreicht werden (31,2 Millionen Euro Umsatz), allerdings sei die Überschreitung der Wirtschaftsplanung ein tolles Ergebnis, erklärte Gabriele Luczak-Schwarz. Die Finanz- und Wirtschaftsbürgermeisterin der Stadt Karlsruhe war in ihrer Funktion als erste Aufsichtsratsvorsitzende bei der Pressekonferenz am Montag vertreten. "Wir überschreiten die Wirtschaftsplanung um 3,5 Millionen Euro", so Luczak-Schwarz.

Leichter Umsatzrückgang

Die Ursache für den leichten Rückgang des Umsatz im Vergleich zum Rekordjahr 2015 sei zum einen die lange Unsicherheit, wann und in welchem Umfang die Sanierung und damit verbundene Schließung der Stadthalle stattfinden würde. Zum anderen würden erfahrungsgemäß in Jahren mit geraden Jahreszahlen turnusgemäß schwächere Ergebnisse erzielt, da einige große Messen nur alle zwei Jahre stattfinden, so Luczak-Schwarz.

Britta Wirtz
Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH Bild: Julia Wessinger

KMK-Geschäftsführerin Britta Wirtz ist mit den Ergebnissen der beiden Geschäftsbereichen "Messe" und "Kongress" zufrieden. Die Umsatzerlöse im Messebereich - überwiegend Eigen- und Gastmessen auf dem Messegelände in Rheinstetten - betragen 20,5 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Kongress - Kongresse und Kulturveranstaltungen - betragen 9,4 Millionen Euro.

Rekordjahr für erwirtschafteten Deckungsbeitrag

Ein Rekordjahr war 2016 im Hinblick auf den erwirtschafteten Deckungsbeitrag. Britta Wirtz, Geschäftsführerin der KMK, meint zu dem Allzeit-Hoch: "Die Verbesserung des operativen Ergebnisses gegenüber dem Wirtschaftsplan 2016 um 1,9 Millionen Euro auf 7,5 Millionen Euro liegt weit über unseren Erwartungen und ist das beste operative Ergebnis, welches die Gesellschaft jemals erzielt hat."

Gleichzeitig präsentierte die KMK eine Studie zur Umwegrentabilität, die das Consulting-Unternehmen Ecostra aus Wiesbaden erstellt hat. Diese bescheinigt der KMK für die letzten zehn Jahre stark gewachsene regionalwirtschaftliche Effekte ihrer Messe- und Kongresstätigkeit, beschreibt sozusagen den Nutzen eines Messegeschäfts für Stadt und Einwohner.

Messegeschäft sichert über 2.000 Arbeitsplätze

So sichert das Messegeschäft rund 2.380 Arbeitsplätze, davon knapp 1.919 in der Stadt Karlsruhe. Durch Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel, Beförderungsbetriebe und Tourismus-Angeboten verbleiben rund 127 Millionen Euro in der Stadt Karlsruhe und weitere 25 Millionen Euro in der Region. Größter Nutznießer ist die Hotelbranche, welche mit 39,8 Millionen Euro direkt am Messegeschäft verdient. 2015 fanden laut Studie von 435.000 mit dem Messegeschäft eindeutig zusammenhängenden Übernachtungen allein 335.000 in der der Stadt Karlsruhe statt.

Die positive Entwicklung der KMK soll weitergehen, wird aber durch die Schließung der Stadthalle zunächst einen Dämpfer erhalten. "Jetzt müssen wir dran bleiben", so Luczak-Schwarz, "und die Schließung der Stadthalle überwinden." Diese wird den Jahresfehlbetrag, den Zuschuss-Betrag der Stadt Karlsruhe, in den kommenden Jahren vergrößern. 2016 lag das Defizit bei 10,2 Millionen Euro - 2017 rechnet die KMK mit 12 Millionen Euro, welche von der Stadt zugeschossen werden müssen.

Laut Wirtz gibt es für die Jahre 2020-22 bereits erste Angebote und Verträge für die dann fertig gestellte neu renovierte Stadthalle. Dennoch: Die sehr gute finanzielle Entwicklung werde in den kommenden Jahren aufgrund der Stadthallen-Schließung nicht fortsetzbar sein. Die KMK rechnet 2017 mit einem Betriebsergebnis von -12 Millionen Euro und 28 Millionen Euro Umsatz.

 



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