Areal Hauptbahnhof Süd Kesselhaus Hauptbahnhof
Das Areal um den Hauptbahnhof-Süd.
Bild: ka-news
Karlsruher Hauptbahnhof: So soll es mit dem "Filetstück" weitergehen
Karlsruhe
20.09.2016 07:00
Was mit dem als "Filetstück" geltenden Areal hinter dem Hauptbahnhof genau geschehen wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Kult-Fraktion fordert in einem aktuellen Antrag an den Gemeinderat den Bebauungsplan in drei Pläne zu unterteilen, um die Entwicklung des Areals zu fördern. Die Stadtverwaltung hält von diesem Vorschlag wenig, denn sie hat andere Pläne.
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Nach langen Jahren des "Dornröschenschlafs" soll das Areal hinter dem Hauptbahnhof einen Wandel erfahren: "Das 'Filetstück' wird vom Haken genommen und aufgeteilt werden", so die Kult-Fraktion in ihrem Antrag an den Gemeinderat. Statt "Brachland" und "unklarer Raumaufteilung" sollen hier zukünftig moderne Architektur und alte Kulturdenkmäler mit neuen Funktionen und Leben gefüllt werden.

Kult-Fraktion will drei verschiedene Pläne

Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, beantragt die Kult-Fraktion eine Dreiteilung des Bebauungsplans: Zum einen in einen Plan, der sich mit den Gebiet südöstlich des Hauptbahnhofs beschäftigt. Dieses Areal soll von einem Investor "überplant" werden. Zum anderen soll es einen Bebauungsplan für den Südeingang geben und zuletzt noch einen, der sich mit dem Gebiet des Entwicklungsquartiers beschäftigt und den Ergebnissen der Ideenwerkstatt "Rund ums Heizkraftwerk".

"Es macht Sinn, den bestehenden Bebauungsplan für das Gelände südlich des Hauptbahnhofs aufzusplitten und an die geplanten Gegebenheiten anzupassen", heißt es im Antrag der Kult-Fraktion. An der Fautenbuchstraße entsteht ein Fernbusterminal. Das Gelände südöstlich des Hauptbahnhofs soll durch einen Investor bebaut und unterschiedlichen Nutzungen zugeführt werden - so die drei Kult-Stadträte in ihrem Antrag. "Hier müssen die entstehenden funktionalen Beziehungen der zwei Areale bedacht werden."

Das ist alles auf dem Gelände denkbar

Die Stadt hält von der Neuaufteilung des Areals in drei Bebauungspläne wenig: "Der Bebauungsplan ermöglicht alle bislang in Erwägung gezogenen Planungskonzepte", so die Stadtverwaltung in einer entsprechenden Stellungnahme, "eine Notwendigkeit, den Bebauungsplan zu ändern, wird insofern nicht gesehen."

Der Bebauungsplan habe zum Ziel, die außergewöhnlich günstige verkehrliche Lage zu nutzen, um besonders "besucherintensive Funktionen" anzusiedeln. Er soll weiterhin eine "geordnete Entwicklung des Stadtraumes gewährleisten" und eine "der Funktion als Stadteingang angemessene Qualität" sichern. Die Festsetzungen erlauben laut Stadtverwaltung "sehr hohe bauliche Dichten", schreiben diese aber nicht zwingend fest.

Büros, Geschäfte, Kneipen und Gaststätten?

Denkbar und zulässig seien Geschäfts-, Büro- und Verwaltungsgebäude, Schank- und Speisewirtschaften, Betriebe des Beherbergungsgewerbes und als Vergnügungsstätten Diskotheken und Tanzlokale, Einzelhandelsbetriebe, sonstige nicht störende Gewerbebetriebe, Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke, so die Stadtverwaltung.  

Es lägen keine aktuellen Planungen vor, die nicht innerhalb des weiten Rahmens, den der Bebauungsplan steckt, realisierbar wären. Insofern werde zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Notwendigkeit zu einer neuen Planung oder Planänderung gesehen. Am Dienstag steht der Antrag zur Abstimmung im Gemeinderat.

Hier geht's zu den Sitzungsunterlagen (Link führt auf externe Seite)

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