Zugpuffer
(Symbolbild)
Bild: pixabay @ ulleo
Lebensgefährlicher Leichtsinn: Personen fahren auf Zugpuffern mit
Baden-Baden/Rastatt
23.03.2017 17:38
Am Mittwochnachmittag fuhren zwei unbekannte Personen auf den Zugpuffern des hinteren Triebwagens eines Regionalzuges von Baden-Baden nach Rastatt. Zeugen beobachteten die gefährliche Aktion und alarmierte die Polizei.
"Ein Autofahrer auf der parallel verlaufenden Bundesstraße hatte die beiden Personen entdeckt und über einen Notruf beim Polizeipräsidium Offenburg die für Bahnstrecken zuständige Bundespolizei alarmiert", heißt es einen Tag nach der Aktion in einem Pressebericht.

Der betreffende Regionalzug wurde beim Halt im Bahnhof Rastatt abgesucht, trotz intensiver Fahndung im Bahnhofsbereich konnten beide Personen, die laut Angaben des Zeugen dunkel gekleidet waren, nicht mehr angetroffen werden. Auch eine Absuche der Bahnstrecke verlief negativ, fasst die Bundespolizei zusammen.

Die Bundespolizeiinspektion Offenburg hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und sucht Zeugen. Der Vorfall hatte bahnbetriebliche Auswirkungen, 12 Züge erhielten insgesamt 210 Verspätungsminuten.

Laut ersten Ermittlungen handelte es sich um den RE 17520, der am Mittwoch, 22. März 2017, um 16.01 Uhr vom Bahnhof Baden-Baden nach Rastatt fuhr und dort um 16.07 ankam. Wer Angaben zu dem Vorfall machen kann wird gebeten, sich mit der Bundespolizeiinspektion Offenburg unter 0781/9190-0 in Verbindung zu setzen.

Die Bundespolizei warnt eindringlich vor "solch einem abenteuerlichen Leichtsinn". Die Mitfahrt auf Kupplungen, Puffern und Wagendächern sowie der unbefugte Aufenthalt an oder auf Bahngleisen sind lebensgefährlich. Auch außerhalb der Schienen droht durch die Sogwirkung schnell vorbeifahrender Züge Gefahr. Personen könnten vom Sog mitgerissen werden. Auch die Oberleitungen der Züge sind gefährlich. Diese führen 15.000 Volt. Eine Annäherung kann so zu einem tödlichen Stromschlag führen.

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