Christian Worch
Der Rechtsradikale Christian Worch.
Bild: Peter Steffen/Archiv
Bürgermeister-Kandidatur von Neonazi Worch löst Unruhe aus
Au am Rhein
10.03.2017 13:35
Die Bürgermeister-Kandidatur des Neonazis Christian Worch sorgt im badischen Au am Rhein (Kreis Rastatt) für Unruhe. Der 60-Jährige ist Bundesvorsitzender der vom Verfassungsschutz beobachteten rechtsextremistischen Kleinpartei "Die Rechte".

Wie die 3.300-Einwohner-Gemeinde am Freitag bestätigte, will der bundesweit bekannte Rechtsextreme als einer von fünf Kandidaten zur Bürgermeisterwahl am 26. März antreten.

"Wir sind nicht begeistert", sagte ein Rathaussprecher. Die Prüfung durch die Kommunalaufsicht habe aber ergeben, dass der umstrittene Kandidat zugelassen werden müsse. Darüber hatten die "Badischen Neuesten Nachrichten" und das "Badische Tagblatt" berichtet.

"Die Kandidatur kommt vollkommen überraschend", sagte der Rathaussprecher. Der in Mecklenburg-Vorpommern lebende Worch habe nichts mit dem Ort zu tun. Es gebe hier auch keine rechte Szene. Worchs neonazistisch ausgerichtete Partei hatte 2013 einen Landesverband Baden-Württemberg gegründet, der laut Verfassungsschutz etwa 80 Mitglieder zählt.

Au am Rhein zur Bürgermeisterwahl

Verfassungschutzbericht

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