Ettlinger Tor / Kriegsstraße Luftaufnahme
Blick auf Baustelle Ettlinger Tor
Bild: ka-Reporter: Peter Eich
Umbau der Kriegsstraße: So sieht der Zeitplan aus!
Karlsruhe
03.04.2017 13:10
Die Initiative zur "Ja zur Kombilösung" lud am vergangenen Donnerstag zu einer Vortragsveranstaltung über den anstehenden Ausbau der Kriegsstraße. Kasig-Geschäftsführer und der für den Kriegsstraßenausbau verantwortliche Projektleiter Johannes Häberle berichteten über den geplanten Verlauf der Arbeiten.

Obwohl mit dem Abriss der Fußgängerbrücke an der Ritterstraße die vorbereitenden Bauarbeiten bereits begonnen haben, erfolgt der offizielle Spatenstich zum Kriegsstraßentunnel am 21. April. Dann stehe, so Häberle, erst einmal der Tunnelrohbau an. Etwa Ende 2019 könne man denn mit dem eigentlichen Straßen- und Gleisbau oberirdisch beginnen, Ende 2020 beginnt dann der Bau der so genannten Tunnelausstattung.

Mit der Inbetriebnahme des Tunnels rechne die Kasig, so Häberle, wenn alles nach Plan läuft, im September 2021, die oberirdische Straßenbahn soll dementsprechend ab Dezember 2021 fahren – mit der Umstellung auf den Winterfahrplan.

Bauabschnitte sollen Belastungen für Autofahrer verringern

Der Bau des Tunnels wird in verschiedenen Bauabschnitten erfolgen, jeweils von Osten und Westen zur Tunnelmitte hin. Der Tunnel von der Kreuzung Ostendstraße bis zur bestehenden Rampe westlich des Karlstors wird insgesamt 1,6 Kilometer lang, Verbindungsrampen für den Cityverkehr gibt es bei der Ritter- und Lammstraße, das Parkhaus des ECE-Einkaufscenters wird mit einer eigenen Ein- und Ausfahrt an den Tunnel angebunden.

Die Kriegsstraße selbst erhalte durch eine vierreihige Baumallee einen klassischen Boulevardcharakter, so Häberle in seinen Ausführungen, die Lärmbelastung sei dadurch viel niedriger als vorher, denn auch die Straßenbahnen würden kaum Lärm verursachen, da sie sich auf einer völlig geraden Strecke bewegten, so Häberle weiter.

Die Regelung des Verkehrs während der Baumaßnahme sei die größte Herausforderung, erklärte der Kasig-Projektleiter. Um eine gewisse Flüssigkeit des Autoverkehrs möglichst permanent zu gewährleisten, müsse man in den verschiedenen Baufeldern und Bauabschnitte immer wieder neue Lösungen finden. Die Sperrung der Unterführung erfolge erst ab April 2019, von April 2020 bis Juli 2021 müsse der Straßenbahnverkehr dann am Karlstor unterbrochen werden.

Über Abluftkamine wird später entschieden

Auf die Frage der Zuhörer, wie es denn mit der Abluft des Tunnels aussehe, wollten sich weder Uwe Konrath noch Johannes Häberle festlegen. Man habe gläserne Abluftkamine am Westportal geplant, aber ob man die letztendlich überhaupt brauche, sollen Messungen zeigen, wenn der Tunnel in Betrieb ist. Alleine auf die Berechnungen der Verkehrsexperten möchte man sich dabei offensichtlich nicht verlassen.

Außerdem hofft Uwe Konrath auf ein weiteres Wachstum der E-Mobilität. "Man rechnet damit, dass es 2021/22 weniger Fahrzeuge gibt, dafür aber mehr mit E-Antrieb oder anderen umweltfreundlichen Technologien. Wer weiß, vielleicht müssen wir uns dann um Feinstaub gar keine Gedanken mehr machen", mutmaßte der Kasig-Geschäftsführer.

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