Bauarbeiten für die Kombilösung: Kombi-News Arbeiten an der Kombilösung schreiten voran: Kombi-News
… dann wird anschließend die Sauberkeitsschicht betoniert.
Bild: Kasig
Kombi-News: Verkehr kehrt in die Durlacher Allee zurück
Karlsruhe
01.04.2017 12:00
Die Bauarbeiten auf den vielen Baufeldern der Kombilösung in Karlsruhe schreiten voran. In ihrer wöchentlichen Statusmeldung berichten die Verantwortlichen der Karlsruher Schienen-Infrastrukturgesellschaft (Kasig) vom Fortschritt der vergangenen Woche.

"Die Fertigstellung der Haltestellen im Rohbau rückt in immer greifbarere Nähe", freuen sich die Verantwortlichen der Kasig in einer Pressemeldung. Während in der Station unter dem Europaplatz und im Kombi-Bauwerk noch am Einbau der endgültigen Sohlen gearbeitet wird, ist beispielsweise die Haltestelle Kongresszentrum so weit hergestellt, dass die Mauerarbeiten an den Bahnsteigen schon in vollem Gang sind: Die Schotterbegrenzung steht schon weitgehend, die Kabelschächte unter der späteren Bahnsteigplatte entstehen derzeit ebenso wie die Innengestaltung der Betriebsräume im Mauerwerksbau.

Es geht voran in der Kaiserstraße 

Aber auch in der Haltestelle Europaplatz beginnen parallel zum Erdaushub und zur fortlaufenden Betonage der Sohlenabschnitte schon die Vorbereitungen zum Bau der endgültigen Stationswände. In der Lammstraße und unter dem Berliner Platz für die Station Kronenplatz läuft der Wandbau auf vollen Touren.

In der Haltestelle Durlacher Tor und auch unter dem Marktplatz entstehen bereits die Innen- beziehungsweise Zwischenwände. Die Haltestelle Ettlinger Tor befindet sich dagegen planmäßig noch in einer "dreigeteilten" Bauphase: Vom Nordkopf aus läuft der Vortrieb unter Druckluft des Tunnels Karl-Friedrich-Straße.

Im Mittelteil – dem Kombi-Bauwerk – wird die Sohle des Stadtbahntunnels ausgehoben und mit der Sauberkeitsschicht übernächste Woche auf die Betonage vorbereitet. Im Südkopf schließlich werden die Primärstützen, die die Decke dieses Haltestellenteils bis zum Einbau der Sohle und der Stationswände getragen haben, noch in den nächsten Wochen abgetragen.

Gefahr eines Wassereinbruchs ist gebannt

In den von der Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" hergestellten Tunnelröhren-Abschnitten zwischen Marktplatz und Kronenplatz und zwischen Kronenplatz und Durlacher Tor herrscht jetzt wieder erhöhte Bauaktivität: Während zwischen Marktplatz und Kronenplatz ab nächster Woche der Füllbeton in die Röhre bis zu der Ebene eingebracht wird, auf der später Schotter und Gleise liegen werden, entstehen zwischen Kronenplatz und Durlacher Tor die Notwege, in die auch die Kabelleerrohre für die Leitungen des späteren Bahnbetriebs integriert werden.

Haltestellen und Tunnelröhre sind nun auch wieder einfacher zugänglich: Durch die Fertigstellung der Sohlen sind die Schotts, die das im Havariefall in eine Haltestelle eingeleitete Wasser daran gehindert hätten, sich in die Tunnelröhre und weitere Haltestellen auszubreiten, geöffnet; das Schott zwischen Haltestelle Marktplatz und Gleisdreieck wurde in der zurückliegenden Woche bereits ganz abgebaut.

Der Tunnelvortrieb unter der Karl-Friedrich-Straße schreitet nach Aussage der Kasig weiter voran – oder besser: planmäßig läuft er "rückwärts" im Regelquerschnitt südlich der "Trompete" von Norden nach Süden. In die Sohle wird abschnittsweise die Sauberkeitsschicht betoniert.

Durlacher Allee ab übernächster Woche wieder teilweise befahrbar

Auch "oben" ist laut Bauherrin an manchen Baustellen der Kombilösung erkennbar, dass sich Arbeiten dem Ende zuneigen: Am Durlacher Tor werden die vom maschinellen Tunnelvortrieb nicht mehr benötigten Einrichtungen auf den Baufeldern zurückgebaut. Die stadtauswärts führende Fahrbahn der Durlacher Allee hat ihre Asphalt-Deckschicht erhalten.

Die Einmündung der Buntestraße wird ebenso fertiggestellt wie der Gehweg vor dem Gottesauer Platz. Für die übernächste Woche ist vorgesehen, diese Fahrbahn der Durlacher Allee für den Verkehr freizugeben. Auf der stadteinwärts führenden Fahrbahn werden zwischen Melanchthon- und Rudolfstraße Bordsteine gesetzt und die Straßenentwässerung angelegt.

Die neuen Fahrbahnen für die endgültige Gestaltung stehen in der Ettlinger Straße auf dem Bauprogramm. Wenn die Fahrbahn auf der Westseite hergestellt ist, wird der stadteinwärts führende Autoverkehr auf diese Seite gelegt, um dann mit der Neugestaltung der östlichen Seite der Ettlinger Straße beginnen zu können.

In der Kriegsstraße werden im Bereich der am vergangenen Wochenende abgerissenen Fußgängerbrücke auf Höhe der Ritterstraße die sechs großen Teile der Brücke mit einem Baggermeißel zerkleinert und auf LKW abtransportiert. An dieser Stelle entsteht auch eines der beiden Baufelder, auf denen mit dem Umbau der Kriegsstraße im Rahmen der Kombilösung begonnen wird.

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