Unter dem Europaplatz: Kombi-News Abbau der Primärstützen Europaplatz Ausbau der Haltestelle Europaplatz Kombinews
Unter dem Europaplatz wird noch an den Innen- und Zwischenwänden gearbeitet.
Bild: Kasig
Kombi-News: Haltestelle Europaplatz schließt immer mehr auf
Karlsruhe
07.10.2017 06:00
Wieder ist das Ende der Kombilösungs-Baustellen in Karlsruhe eine Woche näher gerückt. Laut Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) kam man unter den Europaplatz einen entscheidenden Schritt voran. Auch bei der Kriegsstraße kommen die Bauarbeiter weiter.

Bei den Rohbauarbeiten in den insgesamt sieben neuen unterirdischen Haltestellen der Kombilösung schließt der Europaplatz immer mehr auf: Auch hier werden die Primärstützen, die bisher einen Teil der Last des Haltestellendeckels getragen haben, jetzt im östlichen Teil der Haltestelle abgebrochen.

Ihre stützende Funktion wird nun genau wie zuvor schon unter dem Durlacher Tor, in der Haltestelle Kongresszentrum und in der Haltestelle Marktplatz durch die zwischenzeitlich hochgezogenen Innenwände ersetzt.. Unter dem Europaplatz werden jetzt keine Stationswände mehr hergestellt, sondern nur noch die Innen- oder Zwischenwände, die beispielsweise Treppenhäuser, Rolltreppen oder auch Betriebsräume aufnehmen.

Abbau der Primärstützen Europaplatz
Mit der Fertigstellung der endgültigen Stationswände müssen die Stützen keine tragende Rolle mehr übernehmen. Bild: Kasig

Zwischenwände entstehen an vielen Haltestellen

Auch in der in Richtung Osten auf den Europaplatz folgenden Haltestelle Lammstraße stehen jetzt abgesehen von einigen wenigen endgültigen Stationswänden vor allem die Innenwände im Mittelpunkt der Rohbauarbeiten. Hier wie auch im Gleisdreieck, in der angrenzenden Haltestelle Marktplatz sowie unter dem Berliner Platz – der Haltestelle Kronenplatz – werden Zwischendecken eingebaut, über die später die Verteilung der Fahrgäste innerhalb der Haltestelle auf die jeweiligen Bahnsteige erfolgt. In der Haltestelle Durlacher Tor – der östlichsten der neuen Haltestellen – werden die Bahnsteige mit Stahlbetonoberflächen geschlossen, nachdem die Kabelpritschen und die Löschwasserrohre darin verbaut worden sind.

Ausbau der Haltestelle Europaplatz Kombinews
Unter dem Europaplatz wird noch an den Innen- und Zwischenwänden gearbeitet. Bild: Kasig

Auch der Nordkopf der Haltestelle Ettlinger Tor geht dem Ende der Rohbau-Phase entgegen: In dem Haltestellen-Drittel – die anderen beiden Drittel werden durch das Kombi-Bauwerk und den Südkopf gebildet – werden nun auch die endgültigen Stationswände hergestellt. Im Südkopf der Haltestelle Ettlinger Tor sind diese bereits fertig, hier sind die Arbeiter mit den Innenwänden und der Zwischendecke beschäftigt.

Im Spätherbst wird Ettlinger Straße wieder frei

Im wahrsten Sinn des Wortes "laufenden Meter" entstehen in den beiden Tunnelröhrenabschnitten zwischen den Haltestellen Europaplatz und Lammstraße und zwischen Gleisdreieck und der Haltestelle Kronenplatz und im Tunnelabschnitt zwischen den Haltestellen Ettlinger Tor und Kongresszentrum die Randwege mit den Leerrohren für die Elektrokabel für die Zug- und Sicherheitstechnik.

Unter der Karl-Friedrich-Straße wächst das Gewölbe der Innenschale des Tunnels abschnittsweise: Jeder Abschnitt des Regelquerschnitts – er ähnelt mit seiner liegend ovalen Form einem Fischmaul – ist zehn Meter lang und wird Stück für Stück mit dem Schalwagen angefahren und anschließend betoniert.

In der Ettlinger Straße werden die Oberflächen für den Endzustand hergestellt: Ab Spätherbst sind die Fahrspuren für stadtein- und stadtauswärts fahrende Autos, die Radspuren und die Gehwege für die Benutzung offen – und die Ettlinger Straße sieht – fast – so aus wie vor Baubeginn des Südabzweigs.

Abriss der Unterführung Kreuzstraße läuft

In der Kriegsstraße im Baufeld W 2 zwischen Lammstraße und Ritterstraße wird in einem ersten Feld die Weichgelsohle hergestellt, die die Baugrube nach unten abdichten wird. Zudem läuft hier der Aushub von Erdreich. Der Schlitzwandgreifer ist auf dem Baufeld O1 in der Ludwig-Erhard-Allee tätig – er hebt die hier bis zu 18 Meter tiefen Schlitze aus, in die die Spundwände zum Abdichten der Baugrube eingestellt werden. Im Baufeld O 4 zwischen Meidingerstraße und Ettlinger Tor wird der Abbruch der früheren Fußgängerunterführung Kreuzstraße fortgesetzt.

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