Tunnel unter der Kaiserstraße
Aufgefüllt mit Beton wird der Tunnelröhrenabschnitt zwischen Marktplatz und Europaplatz. Auf dem Sohlbeton werden später Schotter und Gleise liegen.
Bild: Kasig
Kombi-News: Bahnen fahren in Durlacher Allee Umleitung
Karlsruhe
19.05.2017 21:10
Unterirdisch werden die Haltestellen der Kombilösung mit Außenwänden versehen. Oberirdisch geht es ebenfalls voran: An der Durlacher Allee wird die Nordseite der Fahrbahn asphaltiert. Die Bahnen werden aufgrund der Bauarbeiten an drei Tagen in der kommenden Woche umgeleitet.

In der kommenden Woche wird auf der Nordseite der Durlacher Allee die Fahrbahn für die Autos asphaltiert. Deshalb muss der stadteinwärts über die Durlacher Allee führende Stadtbahn- und Straßenbahnverkehr zwischen 25. und 28. Mai eine Umleitungsstrecke nehmen.

Was weiterhin auf den Baustellen der Kombilösung passiert, teilt die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) in ihrer wöchentlichen Pressemeldung mit: Auf dem Baufeld am Durlacher Tor, von dem aus der Tunnelvortrieb oberirdisch gesteuert wurde, sind Straßenbauarbeiten im Gange. Die Bauarbeiter bereiten mit Abbruch und dem Entfernen von Leitungen die Herstellung der endgültigen Trasse für die Gleise am Beginn der Durlacher Allee und am künftigen oberirdischen Gleisviereck am Beginn der Kaiserstraße vor.

In der Ettlinger Straße sind die Konturen der endgültigen Straßen- und Radwegeführung inzwischen sehr gut zu erkennen. Autos und Radfahrer nutzen teilweise schon die neuen Fahrbahnen, damit auch die bisherigen Provisorien komplett neu gebaut werden können.

Und auch der Bau der neuen oberirdischen Straßenbahntrasse mit dem darunter liegenden Straßentunnel in der Kriegsstraße geht weiter: Im östlichsten Baufeld O1 in der Ludwig-Erhard-Allee werden weiterhin die Flächen für das Baufeld und den Verbau noch bis in die erste Juni-Woche hinein auf Kampfmittel abgesucht sowie Hindernisse und Rohrleitungen entfernt. Im Baufeld W2 zwischen Lammstraße und Ritterstraße läuft ebenfalls noch die Kampfmittelsondierung und das Entfernen von Hindernissen und Rohrleitungen.

In den künftigen unterirdischen Haltestellen Europaplatz, Lammstraße, Kronenplatz, Durlacher Tor, Marktplatz, Ettlinger Tor sowie im Gleisdreieck Marktplatz steht der Bau der Außenwände – das sind die etwa 80 Zentimeter dicken Wände, die in der jeweiligen Haltestelle vor den Bohrpfahl- beziehungsweise Schlitzwänden hergestellt werden – und der Innen- oder Zwischenwände im Mittelpunkt der Arbeiten.

Die Innenwände geben dem Haltestellenraum Struktur: Sie nehmen Treppenhäuser und Fahrstühle auf, bilden Betriebsräume für die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) oder führen zu den ebenfalls bereits im Bau befindlichen Zwischenebenen, auf denen die Fahrgäste beispielsweise innerhalb der Haltestelle das Gleis wechseln können, ohne ganz nach oben an die Oberfläche zu gehen. Nur die Haltestelle Europaplatz und im Kombi-Bauwerkbereich die Haltestelle Ettlinger Tor sind noch nicht ganz soweit: Hier steht erst in den nächsten Wochen die Betonage der jeweils letzten Sohlenabschnitte an.

Marktplatz Haltestelle Mai 2017
Abgesägt und in acht Tonnen schwere Einzelteile zerlegt werden die Primärstützen in der Haltestelle Marktplatz. Bild: Kasig

Unter dem Marktplatz werden die insgesamt 14 Primärstützen, die den Haltestellendeckel wegen seiner großen Spannweite bisher mit abgestützten hatten, zurückgebaut. Der Rückbau reicht auch in die Haltestellensohle hinein, so dass die durch den Abbruch entstehenden "Löcher" Zug um Zug ausbetoniert werden.

Haltestelle Kongresszentrum
Feuerlöschleitungen werden in der Haltestelle Kongresszentrum montiert. Bild: Kasig

In der Haltestelle Kongresszentrum sind die Außenwände schon seit längerem hergestellt, die Innenwände wegen der Nähe zur Oberfläche und damit entfallender Zwischenebenen ebenfalls. Hier werden derzeit im Zuge des Innenausbaus im Bereich der späteren Bahnsteige Kabelkanäle sowie die Feuerlöschleitung montiert.

Aufgefüllt mit Beton wird derzeit die von der Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" hergestellten Tunnelröhre zwischen den Haltestellen Europaplatz und Lammstraße. Auf diesem "Sohlbeton" werden später Schotter und Gleise verlegt. Im Tunnelabschnitt Kronenplatz bis Durlacher Tor und Durlacher Tor bis zur Rampe in der Durlacher Allee entstehen auf dem Sohlbeton die Notwege, in die Kabelleerrohre integriert werden.

Im 250 Meter langen Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße läuft der Einbau der Stahlbetonsohle der Innenschale – noch immer unter Einsatz von Druckluft, um den Eintritt des Grundwassers zu verhindern.

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