Kombilösung Aushub
(Symbolbild).
Bild: DaLa
Baustart für Autotunnel: Wohin mit der Erde aus der Kriegsstraße?
Karlsruhe
18.03.2017 07:00
Jetzt soll es vorwärts gehen in der Kriegsstraße: Noch im April will die Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft (Kasig) mit dem Bau des Autotunnels beginnen. In mehreren Bauabschnitten soll das 1,6 Kilometer lange Bauwerk - der zweite Teil der Karlsruher Kombilösung - entstehen. Die ausgebuddelte Erde kommt einem anderen Karlsruher Bauprojekt zugute.

Was mit der Erde aus dem Stadtbahntunnel in der Kaiserstraße passiert, stand schon im Voraus fest. Die Kombi-Erde wird an verschiedenen Orten entlang des Rheins unweit von Karlsruhe recycelt. In Wörth beispielsweise solle der Aushub für den Straßenbau und in Germersheim für die Sanierung des Rheindamms verwendet werden, erklärte die Kasig. Die ausgehobene Erde unter der Kriegsstraße soll ebenfalls wiederverwertet werden. Der Karlsruher Gemeinderat einigte sich in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig auf eine Lösung für die anschließend überschüssige Kombi-Erde.

Mülldeponie wird saniert

Der Plan: Das Aushubmaterial aus der Kriegsstraße soll in zwei Mülldeponien bei der Oberflächendichtung zum Einsatz kommen. Mehr als 82.000 Kubikmeter gehen an die Deponie West im Karlsruher Rheinhafengebiet. Dort soll die Erde zunächst zwischengelagert und teilweise aufbereitet werden. Grünes Licht für die Aufbereitung hat das für die Aufsicht zuständige Regierungspräsidium bereits gegeben. Mit den Baumaßnahmen auf der Deponie West soll noch in diesem Sommer begonnen werden. Die Sanierung ist nach aktueller Planung dann 2020 abgeschlossen.

Weniger klar ist der Fahrplan auf der Deponie Ost in Durlach. Rund 40.000 Kubikmeter Erde sind für die dortige Sanierung vorgesehen. Auch hier ist die Kriegsstraßen-Erde als Baustoff eingeplant. Allerdings soll das Material zuvor in ein Zwischenlager gebracht werden - wo genau, steht bislang noch nicht fest. Aktuell befinden sich die Stadt und das Regierungspräsidium noch in der Planungsphase. 2019 soll aber auch in Durlach mithilfe des Aushubs die Oberfläche der Deponie abgedichtet werden.

Kosten reduzieren sich

Sowohl für die Kasig als auch für das Amt für Abfallwirtschaft (AfA) hat diese Lösung Vorteile. Für die Kombi-Bauherrin entfallen die Entsorgungskosten für das Material. Außerdem reduzieren bei dieser Lösung die Kosten für den Transport nach Aussage der Stadt erheblich. Das AfA wiederum kann die Erde als Deponieersatzbaustoffe verwerten und muss diese nicht extern erwerben. Insgesamt sind für beide Maßnahmen 689.000 Euro eingeplant.

Die Baumaßnahmen für den Autotunnel starten am Wochenende vom 25. bis zum 27. März: Die Fußgängerbrücke in der Ritterstraße wird abgerissen, die Kriegsstraße gesperrt. Nach aktueller Planung soll der Startschuss für den Bau des Autotunnels dann am 21. April fallen.

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