Das Fest
Besucher beim diesjährigen "Fest" in der Günther-Klotz-Anlage.
Bild: ONUK
Parken bei Das Fest: Kult-Fraktion will Situation für Anwohner entschärfen
Karlsruhe
14.11.2017 15:00
Kurz vor den Sommerferien verwandelt sich die Günter-Klotz-Anlage zum Festival-Gelände - inklusive tausender Besucher. Einige kommen dabei mit dem Auto und sorgen bei Anwohnern so für Probleme.

Am kommenden Dienstag, 21. November, tagt im Karlsruher Rathaus wieder der Gemeinderat. Auf der Agenda steht auch eine Anfrage zur Parksituation für Anwohner rund um das Fest. Die Kult-Fraktion will in einer Anfrage wissen, wie die Parksituation für Anwohner während des dreitägigen Festivals "Das Fest" verbessert werden kann. Das Problem: Durch die Autos der Festival-Besucher müssten die Anwohner weitere Wege in Kauf nehmen. Einige Anwohner hätten die Fraktion auf das Problem aufmerksam gemacht.

In ihrem Antrag will die Kult von der Stadt konkret wissen, mit welchen Maßnahmen zukünftig die schwierige Parkplatzsituation während der Festwoche im direkten Anwohnerbereich, insbesondere in der Weststadt, verbessert werden kann. Außerdem fragt die Kult, ob die Stadt temporäre und ausgewiesene Bewohnerparkplätze, speziell für diesen Zeitraum, einrichten könnte.

Nutzung der integrierte Fahrkarte könne nicht abgesehen werden

Parkflächen in den Wohngebieten würden während des Fests meistens von Besuchern des Festivals genutzt und stehen dadurch den Anwohnern nicht mehr zur Verfügung, heißt es in der Begründung der Kult-Fraktion. Direkte Parkplätze für Anwohner würden während der Festzeit allerdings dringend benötigt da in diesem Zeitraum freie Parkplätze meist mehrere Hundert Meter entfernt liegen und Familien und älteren, kranken sowie mobilitätseingeschränkten Anwohnern schwer zuzumuten sei, so die Kult weiter. 

Zudem sei aus Sicht der Kult-Fraktion noch nicht abzusehen ob die ab dem kommenden Jahr im Festticket integrierte KVV-Nutzung die Situation entspannen werde. Diese Fahrkarte wurde mit der Preiserhöhung von fünf auf zehn Euro in diesem Jahr eingeführt. "Auf einen Versuch zulasten der Anwohner solle es die Stadt nicht ankommen lassen", heißt es in der Begründung abschließend.

"Keine Wegweisung in die Weststadt"

In ihrer Stellungnahme weißt die Stadt auf das bestehende Parkierungskonzept für das Umfeld während des Festes hin: "Die Besucher werden auf die Parkflächen rund um die Europahalle, die Bannwaldallee und um den Bereich der Steinhäuserstraße geleitet." Außerdem würden die Parkflächen am Westbahnhof ausgeschildert sein.

Eine Wegweisung in die Weststadt erfolge nicht. "Dort parken in der Regel ortskundige Besuchende auf den vorhandenen öffentlichen Flächen". Das könne man zum Leidwesen der Bewohner aber nicht verhindern. Die Stadt weißt weiter darauf hin, dass auch in anderen Stadtteilen kostenlose Parkplätze im öffentlichen Verkehrsraum für Bewohner teilweise nur in einiger Entfernung von der Wohnung vorhanden. Nach der Rechtsprechung seien zudem Entfernungen von bis 800 Metern zumutbar.

Bewohnerparkplätze können nicht temporär eingerichtet werden

Der Veranstalter plane laut Stadtverwaltung neben dem öffentlichen Aufruf, den ÖPNV für die Anfahrt zum Fest zu nutzen, für die Zulieferer des Festes eigene Parkplätze anzubieten. Diese sollen in der Bannwald-Allee auf Kosten der Veranstalter angemietet werden. 

Die Stadt weist in ihrer Stellungnahme darauf hin, dass die Ausweisung von Bewohnerparkplätzen kein verkehrsrechtliches Instrument darstellt, um einen Stadtteil temporär für bis zu 14 Tage zu beschildern. Nach den Richtlinien der Straßenverkehrsordnung seien hier strenge Vorgaben zu beachten, so die Stadt. "In diesen Zonen müssen etwa tagsüber 50 Prozent der Parkplätze für jedermann zugänglich sein, nachts 25 Prozent", so die Stadt in ihrer Stellungnahme.

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Wann? 20. bis 22. Juli 2018
Wo? Karlsruhe - Günther-Klotz-Anlage
Tickets? 10 Euro pro Tag für Hügelbereich
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