Demo Juni 2016
Karlsruhe wehrt sich Demonstration im Juni 2016 (Archivbild).
Bild: Archiv/ka-news
"Tag der deutschen Zukunft": Karlsruher AfD distanziert sich von Kundgebungen
Karlsruhe
18.05.2017 06:00
Die AfD Karlsruhe zeigt sich anlässlich des in Durlach stattfindenden „Tags der deutschen Zukunft“ besorgt und ruft nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die Gegendemonstranten zu Friedfertigkeit und Einhaltung von Recht und Ordnung auf. Das geht aus einer Pressemeldung hervor.
"Die Alternative für Deutschland steht für Demokratie, Freiheit, Gleichheit vor dem Gesetz und Rechtsstaatlichkeit sowie für die Bewahrung dieser Werte in der Tradition unserer deutschen Heimat. Wir setzen uns mit ganzer Kraft dafür ein, diesen Prinzipien wieder Geltung zu verschaffen, in Deutschland und in Europa", so Dr. Paul Schmidt, Stadtrat und Sprecher des Kreisverbandes in einer Pressemeldung.

"Extremistische Positionen jedweder Art gehören nach unserem Selbstverständnis gerade nicht dazu. Es ist bedauerlich, dass unser schöner Stadtteil Durlach mit seiner friedliebenden und vielfältigen Bürgerschaft durch eine Gruppierung ohne regionalen Bezug als Bühne missbraucht wird, um nachweislich rechtsextreme Positionen zu propagieren", führt Marc Bernhard, Stadtrat und AfD Bundestagskandidat für Karlsruhe weiter aus.

"Wir wollen die Würde aller Menschen, die Familie mit Kindern, unsere abendländische christliche Kultur, unsere Sprache und Tradition in einem friedlichen, demokratischen und souveränen Deutschland erhalten. Sowohl Rechts- als auch Linksextremismus lehnen wir daher entschieden ab", betont Jan Wettach, Sprecher des Ortsverbandes Durlach-Grötzingen-Bergdörfer.

Jedoch gehört das Versammlungs- und Demonstrationsrecht als eines der Kernelemente zu unserer verfassungsmäßigen Ordnung und ist von allen demokratischen Kräften zu achten. "Wir rufen daher nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die Gegendemonstranten auf, diese Grundsätze und die geltenden Gesetze im Sinne des Gemeinwohles zu respektieren und sich mit gegenseitiger Achtung und Respekt zu begegnen", so Schmidt.

Aktualisierung, 16.59 Uhr:

Die Linke-Kreisverband Karlsruhe wirft der AfD Karlsruhe ein falsches Spiel vor. Das geht aus einer Pressemeldung hervor. Dazu der Karlsruher Bundestagskandidat der Linken Michel Brandt: "Die AfD Karlsruhe täuscht bewusst die Bevölkerung. Auf ihren Veranstaltungen sind zahlreiche lokale Neonazis als anwesend, die trotz Hinweisen anderer Besucher geduldet werden. Die AfD Ettlingen ruft regelmäßig zur Teilnahme an den rechtsextremen Aufmärschen von 'Karlsruhe wehrt sich' auf. Auf deren Kundgebungen wurde schon die Rückkehr zum Nationalsozialismus gefordert."

Michel Brandt weiter: "Sowohl auf Bundes- als auch Landesebene wird von führenden Vertretern der AfD ein völkisches Denken verbreitet, der Holocaust relativiert und regelmäßig gegen Andersdenkende gehetzt. Die AfD und die am 3. Juni aufmarschierenden Neonazis sind letztendlich Brüder im Geiste."

Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert:
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