KOD in Karlsruhe
(Symbolbild)
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Straftaten-Atlas für Karlsruhe: "Jetzt muss auch gehandelt werden!"
Karlsruhe
05.11.2016 07:00
Wie hat sich die Kriminalität in den Karlsruher Stadtteilen entwickelt? Die Antwort liefert nun ein Atlas der Straftaten in Karlsruhe, der kommende Woche im Hauptausschuss diskutiert wird. Die Stadträte Jürgen Wenzel (Freie Wähler) und der parteilose Stefan Schmitt fordern nun als Gründer der "Allianz für mehr Sicherheit in Karlsruhe", dass die Verwaltung aus den Ergebnissen Konsequenzen zieht.

"Der nun vorliegende Straftatenatlas zeigt, dass die Karlsruher Innenstadt der eigentliche Hotspot der Straftaten ist", so Schmitt und Wenzel in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Die Verwaltung habe bestätigt, dass die Fälle von Gewaltkriminalität in Karlsruhe um über 23 Prozent gestiegen seien. "Der Straftatenatlas zeigt deutlich, wo nun reagiert werden muss - und zwar in der Karlsruher Innenstadt", heißt es weiter.

Die beiden Stadträte schlagen angesichts weiter steigender Rohheitsdelikte und Diebstähle vor, dass ein "Sicherheitskonzept für die Innenstadt" in Angriff genommen wird. Dazu werden Schmitt und Wenzel nach eigener Aussage bei den bevorstehenden Haushaltsberatungen die Verdoppelung des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) von 20 auf 40 Mitarbeiter fordern.

"Damit wären auch die von den Einzelhändlern dringend geforderten zusätzlichen Fußstreifen in der Kaiserstraße und deren Nebenstraßen möglich", heißt es in der Pressemitteilung. Die Haushaltsberatungen würden zeigen, so die beiden Stadträte, ob den Worten der anderen Parteien und Gruppierungen im Gemeinderat, nun auch Taten folgen und diese den Antrag zur Aufstockung des KOD unterstützen werden.

Die Kriminalitätsstatistik für 2015 in der Kurzübersicht:


- Rückgang der Kriminalität in allen Landkreisen und in Pforzheim
- Enzkreis und Landkreis Calw jetzt sicherste Landkreise
- Pforzheim zweitsicherste kreisfreie Großstadt nach Heilbronn
- Rückgang beim schweren Diebstahl, beim Wohnungseinbruch um 16,2 Prozent
- Rückgang der Sexualstraftaten
- Rückgang bei Vermögens- und Fälschungsdelikten
- Rückgang der Einbruchskriminalität in Büro- und Geschäftsräume/Gaststätten

- Anstieg der Straftaten mit 1,8 Prozent  geringer als der Landestrend mit 3,8 Prozent
- Kriminalität in Karlsruhe um 8 Prozent gestiegen
- Anstieg der Rohheits- und Aggressionsdelikte; in KA einfache Eigentumskriminalität
- Betrugsfälle "Enkeltrick" von 29 auf 221 gestiegen, davon 208 Versuche
- Anstieg der Pkw-Aufbrüche um 9,9 Prozent
- Rauschgiftkriminalität mit 3.464 Fällen nahe am Zehnjahreshoch als Folge intensiver Ermittlungs-, Kontroll- und Fahndungsmaßnahmen
- Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen von 37,6 auf 44,3 Prozent gestiegen

 

Den vollständigen Straftaten-Atlas für die Stadt Karlsruhe finden Sie hier.
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert:
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