Bild: E. Reiff
Sperrung am "Rastatter Tunnel": Ursachen-Suche bei der Bahn läuft
Karlsruhe
14.08.2017 16:26
Nach einer Gleisabsenkung über dem neuen Rastatter Tunnel läuft bei der Deutschen Bahn (DB) die Suche nach der Ursache. Wie die Bahn in einer Pressemeldung erklärt, sind derzeit mehrere hundert Mitarbeiter der Bahn im Einsatz. Sie sollen die Schäden im Rastatter Tunnel ermitteln.

Die Deutsche Bahn hat nach eigener Aussage das Wochenende zur Sichtung der Schäden genutzt und erstellt derzeit ein Konzept zur schnellstmöglichen Instandsetzung der Strecke. "Zunächst muss die Tunnelröhre unter dem betroffenen Streckenabschnitt stabilisiert werden", heißt es in einer Mitteilung an die Presse. Am morgigen Dienstag will die DB dann über den anvisierten Zeitplan für die Reparaturen und zu den Umleitungskonzepten für den Güterverkehr informieren. 

Bahn-Pendler müssen bis auf Weiteres auf Umleitungen und längere Fahrtzeiten einstellen. Die Deutsche Bahn geht nach wie vor davon aus, dass die Strecke zwischen Rastatt und Baden-Baden bis zum 26. August gesperrt bleiben muss. Von den Einschränkungen betroffen sind damit die Bahnverkehre nach Süden via Basel und nach Norden via Karlsruhe. Seit Montag stehen Ersatzbusse zur Verfügung, die im Sechs-Minuten-Takt im direkten Anschlussverkehr von 5.15 bis 0.15 Uhr unterwegs sind. Dieser Ersatzfahrplan ist nach Ansicht der DB "stabil verlaufen". 

Der Fahrgastverband Pro Bahn hatte die Bahn für ihr Krisenmanagement am Wochenende scharf kritisiert. Die Bahn hat nicht professionell über den Vorgang informiert", sagte Karl-Peter Naumann, Sprecher des Bundesverbandes in Berlin, am Montag. Die Bahn habe ihre "Kunden weitgehend im Regen stehen lassen", so der Vorwurf des Verbands. 


Erdrutsch im Rastatter Tunnel


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