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Sicherheit an Silvester: "Karlsruhe ist nicht Köln!"
Karlsruhe
13.12.2016 07:00
Das Jahr 2016 begann mit einem Skandal: Zum Jahreswechsel wurden in mehren Städten Frauen bedrängt und bestohlen. Kritik gab es vor allem am Polizeieinsatz in Köln. Ein neues Sicherheitskonzept soll in Köln diesem Jahr brenzlige Situationen verhindern. Und Karlsruhe? Wie sieht es mit der Sicherheit an Silvester in der Fächerstadt aus?

In diesem Jahr soll es anders laufen: Die Stadt Köln und die Polizei haben für den Jahreswechsel ein neues Sicherheitskonzept erarbeitet. So wurde die Zahl der im Einsatz befindlichen Polizisten verzehnfacht. 1.500 Beamte sollen in der Silvesternacht im Einsatz sein. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es rund 140.

Und auch Düsseldorf bereitet sich vor: Als Folge von Zwischenfällen in den vergangenen Jahren sollen Böller in der Silvesternacht in der Düsseldorfer Altstadt erstmals verboten werden. Geplant sei außerdem ein "Security Point" als Anlaufstelle am zentralen Burgplatz, der Platz soll auch besser ausgeleuchtet werden.

Weder Straßensperrung noch Videoüberwachung

In Karlsruhe bereiten sich die Beamten ebenfalls auf den anstehenden Jahreswechsel vor. "An Silvester sind mehr Menschen, Scherben und Konflikte auf der Straße", erklärt Martin Plate, Leiter der Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit beim Polizeipräsidium Karlsruhe auf Nachfrage von ka-news. Entsprechend sind an Silvester mehr Polizisten in der Fächerstadt unterwegs.

Im Gegensatz zu Köln werde die Zahl der Polizisten in Karlsruhe aber nicht erhöht. "Das Personal entspricht der Stärke des Vorjahres", so Plate. Zum einen sei in Karlsruhe keine Großveranstaltung geplant. "Es sammelt sich in Karlsruhe nicht alles auf einem Platz und so verteilen wir unsere Kräfte auch im gesamten Stadtgebiet", erklärt der Sprecher. Es würden dabei aber weder Plätze gesperrt, noch gebe es zusätzliche Videoüberwachung.

Zum anderen habe es auch in der Vergangenheit keine Situation gegeben, die Anlass dazu geben würde, das Personal aufzustocken, erklärt der Sprecher weiter. In Karlsruhe habe es nach der vergangenen Silvesternacht nur eine Anzeige wegen sexueller Belästigung gegeben. "Diese wurde erst nach dem Bekanntwerden der Vorfälle in Köln erstattet", schildert Plate, "es ist also ein absoluter Einzelfall."

Die Polizei werde die Situation aber im Auge behalten - und gegebenenfalls noch aufrüsten. "Sollte eine große Veranstaltung angekündigt werden, dann können wir unsere Planung noch anpassen", kündigt Plate das Vorgehen an.

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