Wasserwerkbrücke_2017_03
Bild: (myh)
Sanierung der Wasserwerkbrücke: "Der Zugang zum Wald muss bleiben!"
Karlsruhe
21.03.2017 06:00
Die Südstadt wird immer mehr abgehängt. Diese Beobachtung macht die Wählervereinigung Karlsruher Liste (KAL). Mit Blick auf die geplanten Bauarbeiten an der Wasserwerkbrücke fordert die KAL: "Der Zugang zum Wald muss gewährt bleiben! "

Die Wasserwerkbrücke soll saniert werden. Die Stadt plant aus diesem Grund, die Brücke während der Bauarbeiten für rund 18 Monate zu schließen - sehr zum Ärger der Anwohner. Doch auch in anderer Hinsicht sieht die KAL die Karlsruher Südstadt zunehmend abgehängt. 

Die Wählervereinigung spricht von der Diskriminierung eines Stadtteils. Die Stadt habe Ende 2016 den Zugang zum Zoologischen Stadtgarten in der Augartenstraße wie jeden Winter geschlossen. "Doch still und leise blieb der Zugang einfach zu", kritisiert die KAL. Hinzu komme die Belastung durch die Baustelle in der Ettlinger Straße, die nun schon weit länger als die angekündigten zwei Jahre die Südstadt vom Vierordtbad und Festplatz trennt.

"Jetzt reißt die Kasig zudem die Brücken über die Kriegsstraße als wichtige Nord-Süd-Verbindung insbesondere für Radfahrer ersatzlos ab", so die KAL weiter. Auch für die Fußgänger habe die Sperrung der Wege, vor allem zu den Naherholungsgebieten wie dem Oberwald, gravierende Nachteile.  

Nachhaltige Stadtentwicklung sieht für die KAL anders aus. "Wo viele Menschen wohnen, vor allem viele Kinder und Alte, die keine langen Wege zurücklegen können, muss die Stadt Bewegungsräume schaffen und nicht abbauen", so die KAL in einer Pressemitteilung. Der Stadtumbau dürfe nicht die Gesundheit von Kindern durch Einschränkung von Freiräumen gefährden.  

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