Bild: ZLBW Zustelllogistik Baden-Württemberg GmbH
Post per E-Mobil: Haben Sie diesen roten Flitzer schon gesehen?
Karlsruhe
27.10.2016 12:00
Elektrische Fahrzeuge sollen in unserer Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Nun soll auch das Post- und Paketgeschäft mit E-Mobilität revolutioniert werden. Der "Paxster", ein mit Strom betriebenes Zustellfahrzeug ist unter anderem bereits in den deutschen Städten Dresden und Frankfurt im Einsatz und wird aktuell auch in Karlsruhe getestet.

Die Zustelllogistik Baden Württemberg GmbH (ZLBW) setzt zusammen mit dem privaten Briefdienst arriva bereits seit letztem Jahr auf e-Mobility in Form von E-Bikes. Seit einigen Wochen testen die Unternehmen ein mit Strom betriebenes Zustellfahrzeug mit dem Namen "Paxster" im Post- und Paketgeschäft auf den Straßen in der Fächerstadt.

(Der "Paxster" ist aktuell auch in Karlsruhe im Einsatz.)

Das aus Sarpsborg in Norwegen entwickelte E-Fahrzeug ist bereits in einigen Ländern in der Welt (u.a. Norwegen und Neuseeland) und auch in den deutschen Städten Frankfurt und Dresden im täglichen Postzusteller-Alltag fest etabliert. Das kleine, rote E-Zustellfahrzeug wird durch eine Batterie betrieben, hat eine Tragfähigkeit von 200 Kilogramm und eine Reichweite von vier bis zehn, beziehungsweise 40 bis 100 Kilometern, je nach Ladungsgewicht, Paxter-Modell und Batteriekapazität. Den "Paxter" gibt es geschlossen und als Cabrio-Version ohne Dach.

"Neben einer Effizienzsteigerung in der Zustellung spielen die CO2-Ersparnis und die Möglichkeit der Einfahrt in künftige Umweltzonen der Stadt in der Betrachtung eine wesentliche Rolle", erklärt Frank Neininger von der ZLBW/arriva in Karlsruhe. In Karlsruhe wird der Paxter noch bis Anfang November getestet.

Wie lief die Testphase bisher?

"Es wurde bisher in verschiedenen Zustellbezirken in der Fächerstadt getestet. Um einen wirtschaftlichen Effekt zu erreichen muss man passenden Bezirke und Wohnstrukturen finden. Denn von den Entfernungen zwischen den einzelnen Briefkästen hängt die Wirtschaftlichkeit in der Zustellung ab. Die Bezirke hierfür müssen passend sein", so Frank Neininger weiter.

(Bequeme Postzustellung per E-Mobil.)

Ob der Paxter auch in Karlsruhe zum Einsatz kommt, steht aktuell noch nicht fest. Weitergehende Aussagen können, laut Neininger, erst nach einer genauen Auswertung der Daten des Paxsters getroffen werden. "Für die Zusteller ist es auf jeden Fall eine Erleichterung, die Begeisterung bei den Zusteller für den Paxster ist verständlich. Weitergehende Aussagen können erst getroffen werden, nach einer genauen Auswertung der Daten des Paxsters", erklärt Neininger.

 

 

Wirtschaftlich rentabel?

Bei der ZLBW wird bei einem wirtschaftlichen Vergleich nicht zwischen einem
herkömmlichen Pkw (ab 10.000 Euro) und "Paxster" sondern zwischen einem Fahrrad
(800 Euro) und einem "Paxster" (14.000 Euro) verglichen.

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