Stadtwerke Karlsruhe, Strom Ladestationen fuer E-Mobilitaet, Standort Kaiserplatz und Stadtwerke Verwaltung
Stecker rein und Aufladen: Den E-Autos soll die Zukunft auf den Straßen gehören.
Bild: Stadtwerke Karlsruhe
Mehr E-Autos auf Karlsruhes Straßen: Stadt treibt Projekte voran
Karlsruhe
01.09.2016 11:00
Ohne Abgase über die Straßen gleiten: Mit elektrisch betriebenen Autos ist das bereits möglich. Die Nachfrage nach solchen Fahrzeugen hält sich aber bisher eher in Grenzen. Auch in Karlsruhe gibt es eine Reihe von Projekten, um die Bürger von den Vorteilen mit E-Autos zu überzeugen. Mit Erfolg?

Von vielen Seiten, vor allem aus Sicht der Bundesregierung, sind Elektroautos die Zukunft der Mobilität. Bis zum Jahr 2020 soll mindestens eine Million der batteriebetriebenen Fahrzeuge auf den deutschen Straßen unterwegs sein. Mit diversen Förderprogrammen will man derzeit Hindernisse, wie die geringe Reichweite, hohe Kosten und zu wenig Lademöglichkeiten, abmildern.

Wie sieht der Trend, im als Technologie-Region bekannten Raum von Karlsruhe, aus? "Es sind derzeit 187 reine Elektroautos und 464 kombinierte Autos, beispielsweise Benzin oder Diesel kombiniert mit Elektro in Karlsruhe zugelassen", gibt Helga Riedel, Sprecherin des Presseamts der Stadt Karlsruhe auf Nachfrage an.

Es fehlen noch einige E-Autos bis zum Ziel der Regierung

Ausgehend vom Ziel der Bundesregierung, dass 2020 mindestens eine Millionen E-Autos auf den Straßen unterwegs sein sollen, müsste demnach knapp jeder 80. Bürger ein solches Auto besitzen. Gerechnet auf die Fächerstadt wären das somit eine Zielsetzung von rund 3750 batteriebetrieben Fahrzeuge.

"In der Zeit vom 1.1.2015 bis zum 31.12.2015 wurden 92 reine Elektroautos und 226 kombinierte Autos zugelassen", zählt Riedel weiter auf. In diesem Jahr seien es bis Mitte August 68 Elektroautos und 172 Fahrzeuge mit gemischtem Antrieb zugelassen worden. Insgesamt zwei Drittel der zugelassenen E-Autos seien dabei auf Firmen zugelassen, ein Drittel auf Privatpersonen.

29 Ladestationen in Karlsruhe

Die Stadt möchte unter anderem mit einem Förderprogramm für Elektro-Pkw und -Zweiräder ihren Teil zum Klimaschutz beitragen. Dazu gehört auch das Vorantreiben des Aufbaus von Ladestadtionen im Stadtgebiet. Davon gibt es derzeit, Stand Juli, gerade einmal 29 Stück. Zehn Stationen befinden sich dabei in Tiefgaragen, die restlichen im öffentlichen Straßenraum.

Um die Verbreitung weiter in der Region voranzutreiben, experimentieten die Stadtwerke Karlsruhe zwischen 2009 und 2011 im Gemeinschaftsprojekt "MeRegioMobil" unter anderem mit EnBW, dem Fraunhofer Institut ISI und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Ziel war es unter anderem, dass der Fahrzeughalter seine Rechnung fürs Stromtanken direkt mit seiner Stromrechnung bekommt.

"Die Stadt Karlsruhe fördert und unterstützt die Verbreitung der eMobilität durch verschiedene Aktivitäten", beschreibt die Sprecherin. Eines der bekanntesten sei dabei das eMobilitätszentrum am Ostring. Dort könnten sich interessierte Bürger nicht nur ein Bild des aktuellen Stands der eMobilität verschaffen, sondern auch gleich Kontakt zu Auto- und Radherstellern aufnehmen und Probefahrten vereinbaren.

Pakete per Stromantrieb zugestellt

Einen Schritt weiter sind schon einige Paketdienste im Land. Während DHL in Stuttgart den Einsatz mit elektrischen Lieferfahrzeugen probt, lässt der Lieferant UPS derzeit sieben Fahrzeuge in Karlsruhe fahren. Langfristig könnten diese die konventionellen Fahrzeuge ersetzen.

 

Lade TED
 
Ted wird geladen, bitte warten...
 
4 Kommentare

Hinweis: Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren. Bitte beachten Sie die Kommentarregeln.
Betreff/Titel


Ihr Kommentar

Noch Zeichen