In der Haltestelle Durlacher Tor ist dank der Schotterbegrenzungswände bereits die Lage der Bahnsteige erkennbar - vorne rechts und hinten links.
Bild: Kasig
Kombi-News: Haltestelle unter Europaplatz nimmt eckige Form an
Karlsruhe
12.08.2017 15:00
Unterirdisch geht es gerade Schritt für Schritt voran: Wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH (Kasig) informiert, nimmt auch unter dem Europaplatz die Gestaltung der künftigen unterirdischen Station bereits konkrete Form an. Demnach hat die Haltestelle nun als letzte der insgesamt sieben neuen Stationen ihre endgültige Sohle erhalten.

Nach den Angaben der Kasig soll in der nächsten Wochen der Aufbau der Schalung beginnen, um ein Portal - den Übergang von der Haltestelle in die Tunnelröhre - zu betonieren. Parallel dazu werden in der Haltestelle Europaplatz wie auch in den "Schwester"-Stationen Lammstraße, Kronenplatz, im Gleisdreieck und im Kombi-Bauwerk die endgültigen Wände hergestellt.

Im Gleisdreieck ist auch die mächtige Dreiecksstütze, die den Deckel mitträgt, inzwischen rundum bewehrt, so die Kasig. An gleicher Stelle wird auch der letzte Teil des Deckels gebaut, der bisher durch eine provisorische Stahlträgerkonstruktion gebildet wurde.

In der Haltestelle Durlacher Tor wird mit Hochdruck an den letzten Innenwänden ebenso gearbeitet wie am Treppenzugang vor der Brunnenstraße, ein Treppenzugang entsteht auch in der Haltestelle Kronenplatz im Bereich des Ausgangs zur nördlichen Waldhornstraße. An der Haltestelle Kongresszentrum ist der Eingang Süd-Ost bereits fertiggestellt. Der Bau von Notwegen mit den darin integrierten Leerrohren für die elektrische Ausrüstung steht laut Kasig auf dem Bauprogramm in den beiden Tunnelröhren zwischen den Haltestellen Europaplatz und Lammstraße sowie zwischen Gleisdreieck und Kronenplatz.

Unter Karl-Friedrich-Straße: Zweite Betonage steht an

Für das Gewölbe der Innenschale des Tunnels unter der Karl-Friedrich-Straße stehe in den nächsten Tagen schon die Betonage des zweiten, wie beim ersten Mal acht Meter langen Abschnitts an: Im Aufweitungsbereich des Tunnels, der sich von zwei auf drei Gleise erweiternden "Trompete", werden unmittelbar südlich der Haltestelle Marktplatz zunächst vier jeweils acht Meter lange Abschnitte hergestellt.

Darauf folgen dann nach den Angaben der Verantwortlichen im "Regelquerschnitt" - mit später einmal zwei Gleisen - 21 jeweils zehn Meter lange Abschnitte. Bis zum Herbst soll die Innenschale des 250 Meter langen Tunnels hergestellt sein, so dass dann auch die jetzt immer noch zur Verdrängung des Grundwassers benötigte Druckluft endgültig abgeschaltet werden kann.

Nur wenige Schritte weiter nach Süden und nach oben seien im Kreuzungsbereich des Ettlinger Tors die Arbeiten zur Verlegung der beiden Fahrspuren von Ost nach West in vollem Gange. Noch für etwa eine Woche ist eine Fahrspur gesperrt, um die Oberfläche des Deckels des Kombi-Bauwerks zu asphaltieren. Die Kurve ist anschließend für die Fahrtrichtung von Osten nach Westen flacher als bisher.

Schlitzwandgreifer in der Kriegsstraße zugange

In der Kriegsstraße ist der Schlitzwandgreifer zugange: Eine überdimensionale Baggerschaufel fördert Hub um Hub Sand und Kies im Baufeld W2 zwischen Lammstraße und Herrenstraße zutage. "In die dabei entstehenden Schlitzwände werden anschließend Spundwände eingestellt, so dass das Baufeld - nach Injektion einer abdichtenden Sohle - an allen vier Seiten und nach unten gegen Grundwasser abgedichtet ist und die eigentlichen Arbeiten in offener Tunnelbauweise vonstatten gehen können," berichtet die Kasig.

In der Kriegsstraße wird zwischen Lammstraße und Ritterstraße Erdreich mit dem Schlitzwandgreifer ausgehoben. Bild: Kasig

Im Baufeld O1 in der Ludwig-Erhard-Allee werden demnach noch Leitwände hergestellt, die dem später dort ebenfalls zum Einsatz kommenden Schlitzwandgreifer die exakte Richtung geben. Im Baufeld O4 zwischen Meidingerstraße und Ettlinger Tor wird die Fußgängerunterführung Kreuzstraße, beginnend auf der Nordseite der Kriegsstraße, abgebrochen.

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