Ein unbekannter Einbrecher hebelt eine Terrassentür auf
(Symbolbild)
Bild: © Rainer Fuhrmann - Fotolia.com
Kindergärten im Visier: Sind Serien-Einbrecher in Karlsruhe unterwegs?
Karlsruhe
30.11.2016 07:00
Tagsüber sind sie ein Ort, an dem Kinder Freundschaften schließen und spielen können. In der Nacht scheinen sie eine besondere Anziehungskraft auf Einbrecher auszuüben: Kindergärten. In diesem Jahr wurden sie besonders häufig Opfer von Dieben. Was macht sie zum Ziel?

Mit Beginn der dunklen Jahreszeit werden die Einbrecher wieder aktiver. In Haushalten sind sie dann oft auf der Suche nach Schmuck oder Elektronikgeräten. Alles Gegenstände, die man in Kindergärten nicht unbedingt vermutet. Dennoch sind die Einrichtungen immer wieder im Visier von Einbrechern, wie erst am vergangenen Wochenende.

Geringe Beute, aber auch geringes Entdeckungsrisiko

Allein im Karlsruher Raum verzeichnete die Polizei sechs Einbrüche in Kindergärten. Die Diebe richteten dabei Sachschäden im dreistelligen Bereich an, erbeuteten aber nur wenig Geld aus der Kaffeekasse. Warum ausgerechnet Kindergärten ein beliebtes Ziel von Einbrechern sind, darüber kann Ralf Minet, Sprecher der Karlsruher Polizei, nur Vermutungen anstellen: "Offenbar geben dem Klientel ein geringes Entdeckungsrisiko und das wenige Bargeld, das aus Kaffeekassen zur erbeuten ist, Anlass genug."

 

 

Das Problem für die Beamten: Bisher konnten keine Täter gefasst werden, die dieser Masche nachgehen. Doch gerade in jüngster Zeit scheinen die Zahlen zu steigen. Genaue Zahlen nennt der Polizeisprecher nicht. Seine Einschätzung : "Wir liegen in diesem Jahr bislang schon über den Zahlen von 2013."

Macht mangelnder Einbruchsschutz Kindergärten zum einfachen Ziel? Dies für die Steigerung verantwortlich zu machen, hält Minet für falsch, "schließlich muss man Kindergärten nicht gleich wegen einer Einbruchserie zur Festung umbauen." Seiner Erfahrung nach sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Verantwortlichen erwischt werden und auch diese Serie ein Ende findet.

Allgemein rät der Polizeisprecher allerdings dazu, dass sich Verantwortliche von Kindergärten und ähnlichen Einrichtungen an die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle wenden sollen. Bei einer kostenlose Beratung vor Ort würden Experten Ratschläge für einen sinnvollen Einbruchsschutz und zertifizierte Nachrüstung geben.

Die Polizei hat im Internet Tipps zur Verhinderung von Einbrüchen und die jeweiligen Beratungsstellen zusammengestellt. Hier klicken. (Link für auf eine externe Seite)

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