Werderplatz Diskussionsrunde
Bürgerbeteiligung am Werderplatz
Bild: Stadt Karlsruhe
Ergebnisse der Bürgerbeteiligung: Wie geht es weiter am Werderplatz?
Karlsruhe
09.08.2017 06:00
Er gilt als eine der Problemzonen in Karlsruhe: Der Werderplatz. Damit sich das zukünftig ändert, haben im Rahmen einer Bürgerbeteiligung über 200 Karlsruher mit Vertretern von Verwaltung, Polizei und Sozialarbeit diskutiert. Die als Ergebnisse festgehaltenen Verbesserungsvorschläge sind nun online einsehbar.

Anfang Juli hatte die Stadt im Rahmen einer Bürgerbeteiligung Vorschläge vorgestellt, wie die Situation auf dem Werderplatz verbessert werden könnte. Über 200 Bürger kamen und diskutierten die Ideen der Arbeitsgruppe Werderplatz mit Vertretern von Verwaltung, Polizei und Sozialarbeit. Die wichtigsten Diskussionsergebnisse der drei Themenfelder "Soziales", "Sicherheit und Ordnung" und "Infrastruktur" sind nun im Internet einsehbar, so die Stadt Karlsruhe in einer Pressemitteilung.

Alkoholverbot und erhöhte Polizeipräsenz

Um für mehr Sicherheit am und um den Werderplatz zu sorgen, schlägt die Arbeitsgruppe Werderplatz neben einem zeitlich und örtlich begrenzten Alkoholverbot außerhalb gastronomischer Flächen, einer erhöhten Präsenz der Polizei und kommunaler Ordnungsdienste auch die Einrichtung eines Bürgertelefons vor. Auf diese Weise solle das Sicherheitsempfinden der Bürger erhöht werden. 

Betreute Trinkräume und Kunstprojekte

Im Bereich "Soziales" wurde ebenfalls viel diskutiert. Unter anderem über die Idee das Straßenfeger-Team zur Reinigung des Werdersplatzes und dessen Umfeld zu reaktivieren oder den Einsatz rumänischsprachiger Sozialarbeiter für eine intensivere Kontaktaufnahme zu südosteuropäischen Platzbesuchern .  

Ebenfalls im Gespräch befand sich die Einrichtung eines betreuten Trink- und eines Drogenkonsumraums in Kombination mit einem Kontaktraum. Auch wenn der Vorschlag eines Trinkraums tendenziell eher befürwortet wurde, gab es dennoch kontroverse Diskussionen über dessen Titulierung und die Frage, ob dieser wirklich in der Südstadt oder anderorts anzusiedeln sei.

Für die Umsetzung eines Drogenkonsumraums bedarf es nach Aussagen der Stadt noch einer entsprechenden Rechtsverordnung durch das Land Baden-Württemberg, weswegen der Zeithorizont für dieses Vorhaben schwer zu benennen sei. Allgemein wünschen sich die Bürger für die Zukunft einen Werderplatz, welcher durch positive Aktivitäten, wie etwa Kunstprojekte oder das Brunnenschmücken, belebt wird. 

Aufwertung der Infrastruktur

Darüber hinaus erhoffen sich die Karlsruher eine Sanierung der öffentlichen Toilettenanlagen und die Errichtung einer oberirdischen Bezahl-Toilette. Auch die Aufwertung der gegenwärtigen Beleuchtung war ein großer Diskussionspunkt. Aufgrund der Beeinträchtigung von Insekten, Vögeln oder anderen Lebewesen, welche eine stärkere Beleuchtung der Baumkronen mit sich führt, werde die lichttechnische Aufwertung probeweise nur halbseitig durchgeführt. Weitere Gesprächsthemen waren unter anderem die Verbesserung der Aufenthaltsqualität durch Sitzbänke und Spielgeräte sowie die Reparatur des Indianerbrunnens. 

Alle Informationen rund um die Ergebnisse der Diskussionsrunde finden Sie unter https://www.karlsruhe.de/b4/buergerengagement/buergerbeteiligung/werderplatz

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