Das Kesselhaus
Das Restaurant "Le Salon" im Karlsruher Kesselhaus behält seinen Stern.
Bild: Tobias Waldenmeier
"Guide Michelin": Südwesten bleibt mit 74 Häusern weit vorn
Potsdam/Karlsruhe
14.11.2017 19:55
Baden-Württemberg ist traditionell eine Hochburg der Feinschmecker. 74 Restaurants dürfen sich 2018 mit einem oder mehreren "Michelin"-Sternen schmücken. Mit dabei auch das Karlsruher Restaurant "Le Salon" im Kesselhaus.

Insgesamt bleibt der Südwesten mit 74 Sterne-Restaurants, darunter zwei Mal drei und sieben Mal zwei Sterne, deutlich an der Spitze der Bundesländer, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 51 und Bayern mit 48 ausgezeichneten Häusern. Mit einem Stern dabei sind auch Sven Hemmann vom Restaurant "Le Salon" im Karlsruher Kesselhaus sowie Sebastian Syrbe vom "Walkschen Haus" in Weingarten. Ein weiterer Sternekoch aus der Region: Ralph Knebel mit dem Restaurant "Erbprinz" in Ettlingen.

Baden-Württemberg kann sich insgesamt mit einem neuen Zwei-Sterne-Restaurant schmücken: Das Gourmet-Restaurant "Le Cerf" in Zweiflingen (Hohenlohekreis) mit Küchenchef Boris Rommel hat im "Guide Michelin" 2018, der am Dienstag in Potsdam vorgestellt wurde, einen Stern hinzugewonnen. Seine beiden Sterne verloren hat "Brenners Park-Restaurant" in Baden-Baden.

Erstmals die Marke von 300 Sterne-Restaurants erreicht

Der Hotel- und Restaurantführer "Guide Michelin" Deutschland erreicht mit seiner Ausgabe 2018 erstmals die Marke von 300 Sterne-Restaurants. Mit dem "Atelier" im Hotel "Bayerischer Hof" unter Leitung von Jan Hartwig in München kommt ein elftes Drei-Sterne-Haus hinzu, wie der internationale Direktor des "Guide Michelin", Michael Ellis, sagte. "Die Küche von Jan Hartwig hat in nur wenigen Jahren eine ganz eigene Handschrift entwickelt", lobte er.

Die Zahl der Zwei-Sterne-Häuser liegt bei 39, davon vier neue Häuser. 250 Restaurants führen einen Stern. Die deutsche Ausgabe umfasst auch ein Restaurant mit einem Stern im österreichischen Kleinwalsertal. Im vergangenen Jahr waren insgesamt 292 Sterne-Restaurants aufgelistet.

Harald Wohlfahrt nicht mehr im "Guide Michelin"

Erstmals seit Jahrzehnten ist Harald Wohlfahrt nicht mehr im "Guide Michelin" vertreten, der als Küchenchef der "Schwarzwaldstube" im baden-württembergischen Baiersbronn ein Vierteljahrhundert die höchste Auszeichnung von drei Sternen hielt. "Man kann vor ihm nur den Hut ziehen", sagte der Direktor "Guide Michelin" Deutschland/Schweiz, Ralf Flinkenflügel.

Dutzende Sterne-Köche in Deutschland haben Wohlfahrts Schule durchlaufen. Das Restaurant im "Hotel Traube Tonbach" behält auch unter seinem Nachfolger Torsten Michel drei Sterne. "Die Qualität und das Niveau sind unverändert sehr hoch", sagte Flinkenflügel. Das zweite Haus mit der höchsten Auszeichnung im Südwesten bleibt das "Restaurant Bareiss" mit Küchenchef Claus-Peter Lumpp in Baiersbronn.

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