Bagger auf Baustelle
(Symbolbild)
Bild: Thomas Riedel
Bruchsaler Prinz-Max-Kreuzung: Vollsperrung sorgt für Behinderungen
Bruchsal
21.03.2017 19:00
Ab Mittwoch müssten sich die Autofahrer in Bruchsal auf Behinderungen einstellen. Denn dann wird die B3 teilweise gesperrt, der Verkehr muss umgeleitet werden.
Seit August 2016 laufen im Stadtgebiet von Bruchsal die Bauarbeiten an der stark verkehrsbelasteten Kreuzung B 3/B 35 (Prinz-Max-Kreuzung). In acht Bauabschnitten wurde jeweils die Fahrbahn grundhaft erneuert, da der vorhandene Straßenunterbau der Bundesstraße insbesondere durch den Schwerverkehr bereits stark beschädigt war. Derzeit werden zeitgleich zum Straßenbau auch die Fußgängerunterführung zur Moltkestraße und der parallel zur Bundesstraße verlaufende Radweg der Stadt umgebaut.

Ab Mittwoch, 22. März, beginnen die Vorarbeiten für den Umbau der Kreuzung. Wie das Karlsruher Regierungspräsidium berichtet, ist es dazu erforderlich, die B3 zwischen der B35 und der Salinenstraße für den Verkehr voll zu sperren. Während der Sperrung wird der Verkehr auf der B3 und der B35 örtlich über die Schnabel-Henning-Straße beziehungsweise Moltkestraße/Prinz-Wilhelm-Straße umgeleitet. Die Umleitung der B3 von Karlsruhe nach Heidelberg erfolgt großräumig über die B35 und B35a. Für die Gegenrichtung stehen nach Ubstadt-Weiher an der B3 entsprechende Hinweistafeln.

Auf der B35 selbst bleibt die halbseitige Verkehrsführung erst noch unverändert. Dies ist notwendig, um die vorhandene Kreuzungs-Ampel und die Fußgängerinsel an der südlichen B3 (Karlsruher Straße) für die Verkehrsführung im nachfolgenden Abschnitt zurückzubauen.

Behinderungen auch im Fußgänger-Verkehr

Für die Dauer von zwei Tagen ist dann die Fußgängerquerung der B3 im Bereich Caritas zur Moltkestraße nicht passierbar, da in der Fahrbahnmitte gearbeitet wird. Die vorhandene Beleuchtung, die Kreuzungs-Ampel und die Fußgängerinsel werden in diesem Zeitraum zurückgebaut und ein Provisorium angelegt. Für die Fußgänger ist eine Umleitung durch die beiden Unterführungen und über die gesperrte B 3 möglich. Diese "Vorphase" ist erforderlich, um ausreichend Platz für den Verkehr während der Hauptphase zu gewährleisten. Die Kasernenstraße selbst ist aus Sicherheitsgründen nur noch als Einbahnstraße bergaufwärts zu befahren, da die Ampel hier deaktiviert werden muss.

Am Freitagabend, 24. März, werden dann die Baustelle und die vorhandenen Baustellenampeln an der Kreuzung B3 / B35 umgebaut. Die bisherige Sperrung von und zur Straße "Am alten Güterbahnhof" wird wieder freigegeben. Die zuvor eingerichtete Sperrung der Durlacher Straße bleibt unverändert.

Auf der B35 wird die Baustellenampel in Richtung Bretten auf Höhe des Prinz-Max verschoben. Von Bretten kommend wird rund 100 Meter vor der Kreuzung eine neue Baustellenampel aufgebaut, so dass die bisherige Kreuzungsampel ausgeschaltet werden kann. Der Verkehr auf der B35 kann insbesondere aus Sicherheitsgründen weiterhin nur einspurig geführt werden.

Umbau für einen besseren Verkehrsablauf

Als großer Vorteil zum bisherigen Verkehrsablauf ist jedoch zu sehen, dass nur noch drei Verkehrsphasen über die Ampel an der Kreuzung geregelt werden und insbesondere der Verkehr auf der B 35 damit längere Grünphasen für die unterschiedlichen Fahrtrichtungen haben wird. Somit können die Fahrzeuge schneller an der Baustelle vorbeigeführt werden.

An der B 3 wird an der Karlsruher Straße eine Baustellenampel für Fußgänger eingerichtet und die Fahrzeuge von Karlsruhe kommend werden bereits vor der Kasernenstraße gestoppt, um den provisorisch angelegten Fußgängerübergang zu ermöglichen.

Im Zusammenhang mit den Bauarbeiten wird die westliche Fußgängerunterführung, welche die B 35 vor dem Justus-Knecht-Gymnasium unterquert, einschließlich der beiden Treppenabgänge ersatzlos abgerissen und der Bereich wieder aufgefüllt.

Die vorhandene östliche Unterführung an der Kreuzung B 3/B 35 wird zum Pfarrzentrum der Kirchengemeinde hin verlängert und mit einem komplett neuen Fußgängeraufgang versehen. Gleichzeitig wird diese Unterführung dabei im Inneren und dem verbleibenden südlichen Treppenabgang saniert und mit einer neuen Beleuchtung versehen. Dabei werden neben der Unterführung mehrere Bohrpfähle angelegt und eine Platte gebaut, so dass keine Belastung mehr auf die zu erhaltende Unterführung abgeleitet wird.

Im Kreuzungsbereich wird auf der B 35 ein zusätzlicher Abbiegestreifen in Richtung Innenstadt und auf der B3 ein Rechtsabbiegestreifen Richtung Autobahn angelegt. Die vorhandenen Gehwege werden erneuert und mit taktilen Leitelementen an den Übergängen versehen. Gleichzeitig wird eine komplett neue Ampelanlage erstellt.

Bauarbeiten dauern noch bis August 2017 an

Die Energie- und Wasserversorgung Bruchsal (EWB) nutzt die Zeit der teilweisen Sperrung der B 3, um ihre Leitung unter der B 35 zu erneuern. Durch diese Vorplanung der EWB werden spätere Arbeiten viel weniger Einfluss auf den Verkehr der B 35 haben.

Leider können Fußgänger zu diesem Zeitpunkt keine der beiden Unterführungen direkt an der B3/B35 Kreuzung nutzen, sondern werden gebeten, über die vor- beziehungsweise nachliegende Unterführung an der Moltkestraße und am Schattengraben/Hagelkreuz auszuweichen. Ebenfalls eingeschränkt ist der Fußgängerverkehr in der Durlacher Straße. Der Zugang zum Justus-Knecht-Gymnasium wird mit wenigen Ausnahmen möglich sein. Allerdings ist der weitere Weg entlang der B3 und der Weg von und zur Kirche nur bedingt möglich.

Nach rund zweieinhalb Monaten erfolgt der Wechsel in die letzte Bauphase. In dieser Phase werden die Arbeiten und der Abbruch der Unterführung wie in der vorherigen Bauphase fortgesetzt. Hier müssen dann die B3 (Karlsruher Straße) und die Kasernenstraße gesperrt werden. Der Abschluss der Bauarbeiten ist für August 2017 vorgesehen.

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