Masernimpfung
Ein Kinderarzt gibt einem Mädchen eine Masernimpfung.
Bild: Patrick Seeger/Archiv
Masern im Südwesten: Neun Menschen in Baden-Baden erkrankt
Baden-Baden
16.03.2017 09:21
In den letzten drei Wochen sind im Landkreis Rastatt und im Stadtkreis Baden-Baden insgesamt neun Personen an Masern erkrankt, wie das Landratsamt in Rastatt berichtet. Alle Erkrankten waren nicht gegen Masern geimpft. Betroffen ist derzeit vor allem ein Ortsteil von Baden-Baden.

"Das aktuelle Ausbruchsgeschehen zeigt, dass zu viele Kinder und Erwachsene nicht ausreichend gegen Masern geschützt sind", teilt das Landratsamt in einer Presseerklärung mit. Das Gesundheitsamt des Landratsamtes Rastatt rät daher allen Personen, insbesondere den nach 1970 Geborenen, nach den Empfehlungen der ständigen Impfkommission den eigenen Impfschutz und den ihrer Kinder überprüfen zu lassen und fehlende Impfungen nachzuholen.

Das Gesundheitsamt warnt davor, Masern zu unterschätzen oder als Kinderkrankheit abzutun: "Masern sind eine hochansteckende Viruserkrankung, die von Mensch zu Mensch sehr leicht durch Tröpfchen etwa durch Husten, Niesen oder Sprechen übertragen wird und vorwiegend im Kindesalter, zunehmend aber auch bei nicht geimpften und nicht immunen Erwachsenen, auftreten kann."

Bei zehn bis 20 Prozent der Erkrankten könne es zu Komplikationen kommen, die schwerwiegende Folgen haben könnten. Auch Todesfälle kämen vor. Bei Erwachsenen verlaufe die Erkrankung zumeist schwerer. In Baden-Württemberg sind in den ersten zwei Monaten dieses Jahres schon 19 Menschen an Masern erkrankt.

 

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