Manz gelingen weitere Schritte auf dem Weg aus der Krise
Reutlingen
14.11.2017 13:15
Der Maschinenbauer Manz aus Reutlingen lässt die Krise nach der Stornierung von Großaufträgen langsam hinter sich. Unterm Strich hat Manz in den ersten neun Monaten nur noch ein Minus von 2,1 Millionen Euro zu verbuchen (Vorjahreszeitraum: minus 30,9

Millionen Euro), wie die Firma am Dienstag mitteilte. «Auch im dritten Quartal 2017 haben wir unser Optimierungsprogramm konsequent fortgeführt», sagte der Vorstandsvorsitzende der Manz AG, Eckhard Hörner-Marass, laut Mitteilung. Unter anderem hat sich die Firma die Arbeit vereinfacht, indem sie eine Art Baukastensystem entwickelt hat, bei dem eine Standardmaschine kundenspezifisch ausgebaut wird und nicht immer wieder komplizierte Prototypen hergestellt werden müssen.

Verschobene und stornierte Aufträge vor allem aus China hatten Manz 2015 tief in die roten Zahlen rutschen lassen. Der erlösende Großauftrag kam von der Shanghai Electric Group, die 2016 bei dem Unternehmen eingestiegen war, und einer weiteren chinesischen Firma. Beim Bau der Maschinen, mit denen in China Solarmodule der sogenannten CIGS-Technologie hergestellt werden sollen, liege man im Zeitplan. Die Module können Sonnenstrahlung auf sehr dünnen Schichten zu Energie wandeln.

Der Umsatz von bislang 192,6 Millionen Euro im Jahr 2017 soll bis zum Jahresende auf mindestens 350 Millionen Euro steigen, so Manz. Die weitere Perspektive beschreibt der Unternehmenssprecher als stabil bis positiv. Manz will künftig in China weitere Aufträge gewinnen, was bislang aber noch nicht gelungen ist.

Der Auftragsbestand lag zum 30. September bei 287,3 Millionen Euro (Vorjahr: 93,9 Millionen Euro). Der Auftragseingang wird von Manz nicht kommuniziert.

Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert: