Castor-Transport auf dem Neckar
Castor-Transport auf dem Neckar.
Bild: Sebastian Gollnow/Archiv
Atommüll-Transport auf dem Neckar soll Donnerstag starten
Obrigheim
15.11.2017 17:25
Die Spannung steigt: Am Donnerstag wird der vierte Atommüll-Transport auf dem Neckar erwartet. Die Atomkraftgegner sind gerüstet.

Ein Spezialschiff zum Transport von Atommüll soll sich dpa-Informationen zufolge am Donnerstag auf den Weg ins Zwischenlager Neckarwestheim (Kreis Heilbronn) machen. Aktivisten des Bündnisses Neckar castorfrei rechneten am Mittwoch damit, dass sich der sogenannte Schubverband vom stillgelegten Atommeiler Obrigheim aus mitten in der Nacht auf den Weg macht. Die Polizei und der Energieversorger EnBW, der die Transporte auf dem Neckar organisiert, geben zum Zeitplan nichts bekannt.

«Das Schiff hat noch kaum Tiefgang, da ist mit Sicherheit noch nichts drauf», sagte am späten Mittwochnachmittag ein Sprecher des Bündnisses Neckar castorfrei. Der Sichtschutz am Anleger in Obrigheim war zu dem Zeitpunkt aber bereits komplett und auch die Rampe für die heikle Fracht montiert. «Im Moment können wir aber nur spekulieren», sagte der Sprecher.

Für Donnerstag um 8.00 Uhr sei zu einer Mahnwache an der Otto-Konz-Brücke in Heilbronn aufgerufen. «Alle sollen mit Fahrrad kommen, damit wir mobil sind», hieß es von Seiten der Aktivisten weiter. Welche weiteren Protestaktionen gegen den Transport geplant sind, teilte das Bündnis nicht mit.

Der Energieversorger EnBW bereitet derzeit den vierten von voraussichtlich fünf Transporten mit ausgedienten Brennelementen des stillgelegten Obrigheimer Meilers ins Zwischenlager Neckarwestheim vor. Von dort aus war dafür bereits am Dienstag auf dem Neckar der sogenannte Schubverband leer nach Obrigheim gefahren, um dort beladen zu werden.

Drei solcher Transporte hatte die EnBW schon im Juni, September und Oktober erfolgreich hinter sich gebracht. Damit befinden sich im Zwischenlager bereits neun Castoren aus Obrigheim.

Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert: