Karlsruher SC - Bayer 04 Leverkusen
Bild: Uli Deck (dpa)
Schade! KSC scheitert nach großem Kampf im Pokal
Karlsruhe
11.08.2017 23:14
Es hat nicht sollen sein. Der Karlsruher SC ist im DFB-Pokal ausgeschieden. In der Verlängerung unterlagen die Badener nach großem Kampf Bayer Leverkusen doch noch deutlich mit 0:3 (0:0, 0:0).

Der KSC wollte ein unangenehmer und ekliger Gegner sein, hatte man im Vorfeld angekündigt. Trainer Marc-Patrick Meister forderte zudem, dass seine Spieler jeden Weg gehen „und dem Gegner auf den Füßen“ stehe. Genau das versuchten die Hausherren auch umzusetzen, wirklich hochklassig waren die Chancen, mit Ausnahme eines Schusses von Karim Bellarabi in der zweiten Spielminute, daher lange nicht. Die Schüsse verfehlten entweder das Ziel, oder waren letztlich doch leichte Beute für Benjamin Uphoff. Vielmehr hätte der KSC in der 13. Minute sogar in Führung gehen können. Marvin Wanitzek bediente Oskar Zawada im Strafraum. Der Stürmer scheiterte aus zwölf Metern freistehend an Leno.

Auch im weiteren Verlauf der ersten Spielhälfte gab Leverkusen im verregneten Wildparkstadion klar den Ton an. Die Hausherren standen tief, aber stabil. Die Gäste rückten phasenweise komplett in die KSC-Hälfte vor – eigentlich eine gute Möglichkeit für Konter. Die nächste Torchance für den Drittligisten ergab sich aber nach einem Standard. Die Hereingabe von Wanitzek wurde von einem Leverkusener abgefälscht, der Ball landete genau bei Alexander Siebeck. Der probierte es von der Strafraumgrenze – aber genau in die Arme von Leno (33.). Fünf Minuten später warf sich Martin Stoll in einen Schuss von Bellarabi und verhinderte so den Rückstand und auch seine Nebenleute hielten sich schadlos. So verdienten sich die Karlsruher das torlose Unentschieden zur Halbzeitpause redlich.

Muslija spielt sich in DFB-Blickpunkt

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Bild wenig: Leverkusen gab den Takt vor und spielte sich immer wieder vors KSC-Tor. Doch der Bundesligist machte einfach viel zu wenig aus diesen Situationen. So durften die Gastgeber weiter von der Sensation träumen. Unter die 17.073 Zuschauer im Stadion hatten sich übrigens auch Dirk Schuster und Stefan Kuntz gesellt. Letzterer in seiner Funktion als DFB-Nachwuchscoach. Er warf ein besonderes Auge auf Florent Muslija und bekam ein engagiertes KSC-Eigengewächs zu sehen, das auch immer wieder seine feine Technik aufblitzen ließ.

Nach etwas mehr als einer Stunde legte Leverkusen in der Offensive nach, brachte den finnischen Stürmer Joel Pohjanpalo für Kai Havertz (66.). Mit zunehmender Spieldauer stieg die Nervositätbei Leverkusen. Dem Bundesligisten lief die Zeit davon. In der 70. Minute hielt das Stadion dann kurz die Luft an. Bellarabi war im Duell mit Siebeck im Strafraum umgefallen. Schiedsrichter Robert Hartmann hatte sogar schon die Pfeife im Mund, gab dann aber doch keinen Strafstoß für die Gäste.


DFB-Pokal: KSC - Bayer Leverkusen

Karlsruher SC - Bayer 04 Leverkusen Karlsruher SC - Bayer 04 Leverkusen Karlsruher SC - Bayer 04 Leverkusen Karlsruher SC - Bayer 04 Leverkusen

Eine Viertelstunde vor dem Ende musste Uphoff gegen den heranstürmenden Kevin Volland klären. Bitter für den Keeper: Er verletzte sich am Knie und musste kurz behandelt werden. Doch er biss auf die Zähne, wie auch seine Kollegen, die alle Kraftreserven gegen gnadenlos anrennende Gäste mobilisierten. Eine Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit probierte sich Dominik Kohr aus der Distanz, Uphoff kratzte den Ball aus dem Winkel. Kurz darauf hatte Pohjanpalo den Siegtreffer auf dem Fuß.

Stattdessen gab es Nachschlag: Verlängerung im Wildparkstadion! Dort sorgte Leverkusen dann aber doch für die Entscheidung. Nach einem Freistoß köpfte Dominik Kohr das 0:1 (93.). Als Pohjanpalo das 0:2 nachlegte, war alles entschieden (99.). Leon Bailey schraubte das Ergebnis in die Höhe. Das war nach dem guten Auftritt der Hausherren dann doch etwas zu hoch.

Pech für den KSC, dass es mit dem Ehrentreffer nichts wurde. Die beste Chance dazu hatte Marc Lorenz, bei dessem Schuss sich Leno und ein Abwehrspieler nicht ganz einig waren. Der Ball wäre so fast über die Linie gekullert (116.).

Aufstellung Karlsruher SC: Uphoff - Camoglu, Pisot, Stoll, Siebeck - Bülow - Muslija (96. Luibrand), Wanitzek (83. Hofmann), Lorenz - Fink (108. Vujinovic), Zawada (71. Schleusener).

39 Kommentare

Hinweis: Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren. Bitte beachten Sie die Kommentarregeln.
Betreff/Titel


Ihr Kommentar

Noch Zeichen

Loggen Sie sich ein, um einen Kommentar zu schreiben!

Falls Sie noch nicht registriert sind, können Sie sich mit "Registrieren" ein kostenloses Benutzerkonto anlegen.