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Licht und Schatten bei Schwartz-Premiere: KSC holt ersten Auswärtspunkt
Chemnitz/Karlsruhe
09.09.2017 15:43
Zum perfekten Einstand des neuen Cheftrainers hat es nicht gelangt. In einer Partie mit Höhen und Tiefen gab es für den Karlsruher SC am Ende beim Chemnitzer FC ein torlosen Unentschieden.

Die Partie der beiden Krisenklubs versprach im Vorfeld kein fußballerischer Leckerbissen zu werden. KSC-Chefcoach Alois Schwartz hatte seiner Mannschaft mit auf den Weg gegeben, sich zunächst auf defensive Stabilität zu konzentrieren. Das gelang aber nicht ganz. Vor allem bei hohen Bällen hieß es wachsam zu sein, Chemnitz suchte hier immer wieder Miroslav Slavov. 

Bei der ersten richtigen Torchance sielten die Gastgeber aber flach. Slavov kam aus rund zehn Metern zum Abschluss, KSC-Schlussmann Benjamin Uphoff zeigte einen starken Reflex und parierte den Ball (14.). Kurze Aufregung nach 21 Minuten. Marc Lorenz stoppte einen Konter über Julius Reinhardt unsanft per Foul. In der Folge kam es zu einem kleinen Gerangel, das Schiedsrichter Patrick Schult aber schnell unter Kontrolle hatte. Es zeigte aber auch: Die Nerven auf beiden Seiten waren extrem angespannt.

Schleusener hat Führung auf dem Fuß

Die nächste knifflige Situation dann nach einer halben Stunde, als Florian Hansch im Gästestrafraum fiel. Doch auch hier bewies der Schiedsrichter gutes Augenmaß und gab keinen Strafstoß. Kurze Zeit später dann Freistoß für den CFC. Der Ball kam auf Laurin von Piechowski, der den Ball knapp neben den Pfosten setzte (32.)! Durchatmen war beim KSC angesagt. 

Nach vorne lief bei den Badenern in der ersten Halbzeit dagegen nicht viel zusammen. Die Angriffe waren zu ideenlos und durchsichtig für Chemnitz, Abschlüsse landeten dazu weit neben dem Tor. In der 37. Minute hatte Fabian Schleusener dann aber doch die Führung auf dem Fuß, als er nach Hereingabe von Lorenz aus kurzer Distanz an Kevin Kunz scheiterte. 

Viel Arbeit für Uphoff nach dem Seitenwechsel

Während die Badener in der Schlussphase der ersten Halbzeit Feldvorteile hatte, versuchte Chemnitz nach dem Seitenwechsel zunächst wieder das Kommando zu übernehmen. Die Chance verzeichnete aber der KSC! Bei einem Konter schickte Fink den alleine enteilenden Lorenz. Sein Schuss landet aber am Außennetz (55.). 

Nur eine Minute später dann schien es fast so, als würden sich die Karlsruher selbst wieder um den Lohn bringen. Nach einem Foul auf der Strafraumbegrenzung gab es Elfmeter für den CFC! Frahn übernahm die Verantwortung, schoss aber ganz schwach und Uphoff konnte parieren (57.). Insgesamt war es nun so, dass die Partie deutlich an Fahrt aufnahm - allerdings lief alles in Richtung KSC-Strafraum. Wiederum nur wenige Augenblicke später hatte Björn Kluft eine Chance, sein Ball ging knapp vorbei. 

KSC kämpft sich zurück ins Spiel

Schwartz reagierte in der 66. Spielminute und brachte mit Florent Muslija eine neue Offensivkraft. Er ersetzte Lorenz, der deutlich Gefahr lief Gelb-Rot zu sehen. Die zweite Chance für die Badener nach dem Seitenwechsel hatte allerdings Marcel Mehlem. Nach Zuspiel von Fink scheiterte der 22-Jährige freistehend aus drei Metern (67.). 

Der KSC wurde nun wieder etwas mutiger in der Vorwärtsbewegung, 20 Minuten vor dem Ende hatte Fink eine weitere gute Möglichkeit. Sein Schuss war aber zu unplatziert. Die Partie war nun vollkommen offen, die 7.013 Zuschauer in Chemnitz konnten sich auf jeden Fall nicht über mangelnde Unterhaltung beschweren. Letztlich blieb es aber beim torlosen Unentschieden und damit dem ersten Auswärtspunkt der Saison für den KSC. 

 

Aufstellung Karlsruher SC: Uphoff - Föhrenbach, Pisot, Gordon, Bader - Bülow - Lorenz (66. Muslija), Wanitzek (85. Stroh-Engel), Mehlem, Schleusener (82. Camoglu) - Fink.

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