Karlsruher SC - Dynamo Dresden
Bild: Uwe Anspach (dpa)
KSC verliert "geisterhaften" Heimabschluss gegen Dresden
Karlsruhe
14.05.2017 16:40
Es war ein unglaublicher Kick! Auch wenn der Karlsruher SC sein letztes Heimspiel in der zweiten Liga gegen Dynamo Dresden mit 3:4 (1:3) verloren hat - denn das Spiel hatte eine heiße Anfangsphase und eine noch spannendere Schlussphase! Überschattet wurde das Match aus sportlicher Sicht allerdings von einem Zusammenstoß zwischen Benedikt Gimber und Stefan Kutschke.

Beherrschte die Strafe des DFB im Vorfeld die Schlagzeilen, machten die Hausherren vor offiziell gerade einmal rund 6.000 Zuschauern schon in der Anfangsphase sportlich auf sich aufmerksam. Nach Zuspiel von Dennis Kempe setzte sich Oskar Zawada rechts im Strafraum durch und traf bereits in der siebten Spielminute zur 1:0-Führung. Als dann auch noch vier Minuten später Dirk Orlishausen einen Foulelfmeter parierte, schien alles für die Hausherren zu laufen. Doch der Eindruck trog, denn direkt mit der nächsten Aktion fiel dann doch der Ausgleich. Nach einer Ecke war Jannik Müller per Kopf zur Stelle (13. Spielminute).

Schockmoment nach 20 Minuten. Im Mittelkreis kam es zu einem unglücklichen Zusammenstoß zwischen Benedikt Gimber und Stefan Kutschke. Erst prallte der Karlsruher mit dem Kopf wohl gegen die Schulter des Gästespielers. Kutschke knallte in der Folge mit dem Gesicht voran auf den Boden. Beide Spieler blieben auf dem Rasen liegen. Sie mussten schließlich mit Tragen in die Katakomben gebracht werden und kamen zur Beobachtung ins Krankenhaus.

Vorentscheidung in 180 Sekunden

Dresden schien sich vom Schock etwas schneller zu erholen. Nach einem Schnitzer von Innenverteidiger Martin Stoll war aber Orlishausen zur Stelle (26.). Kurz darauf eine Doppelchance für Dresden, die aber auch nicht vom Erfolg gekrönt war (28.). Erst klärte Yann Rolim auf der Linie, dann landete der Fallrückzieher von Nils Teixeira neben dem Tor.

Über mangelnde Unterhaltung konnten sich die Zuschauer im Wildpark wahrlich nicht beklagen. In der 35. Spielminute gab es erneut Strafstoß für Dresden. Dieses Mal hatte Orlishausen im Strafraum Erich Berko vermutlich von den Beinen geholt. Akaki Gogia verwandelte sicher. Es kam aber noch dicker für die Badener, nur zwei Minuten später erhöhte Gogia sogar auf 1:3!


KSC- Dresden

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In der zweiten Halbzeit beruhigte sich das Geschehen dann deutlich. Die beste Gelegenheit für den KSC hatte Zawada, der in der 68. Spielminute knapp an einer Flanke von Severin Buchta vorbeirutschte.  Zehn Minuten vor dem Ende schlug Dresden dann noch ein viertes Mal zu. Jannik Müller traf in Folge eines Freistoßes zum 1:4 (80.). Die Schlussphase wurde dann noch einmal richtig aufregend. Erst traf Zawada zum 2:4 (89.), in der Nachspielzeit verwandelte Gaetan Krebs dann noch einen Strafstoß zum 3:4-Endstand.

Aufstellung Karlsruher SC: Orlishausen - Kempe, Gimber (23. Valentini), Stoll, Kinsombi, Buchta - Marcel Mehlem (46. Prömel), Rolim, Krebs - Zawada, Reese (78. Vujinovic).
Dynamo Dresden: Schwäbe - Heise, Starostzik, J. Müller, Teixeira - F. Müller, Hartmann, Lumpi - Hilßner (67. Hauptmann), Kutschke (23. Berko), Gogia (78.Landgraf).

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