Karlsruher SC - Bayer 04 Leverkusen
Bild: Uli Deck (dpa)
KSC nach Pokal-Aus: "Von der Einsatzbereitschaft war das Fußball pur"
Karlsruhe
12.08.2017 08:37
120 Minuten dauerte der Pokalkampf des Karlsruher SC gegen Bayer Leverkusen. In der Verlängerung sorgte der Bundesligist mit drei Toren schließlich für klare Verhältnisse. ka-news hat sich nach der Partie bei den Beteiligten umgehört.

Marc Lorenz: Wir wussten, dass wir gut stehen mussten und Leverkusen zu Chancen kommt. Natürlich brauchten wir auch Glück - das hatten wir und so sind wir verdient in die Verlängerung gegangen. Wir haben auch immer wieder Nadelstiche nach vorne gesetzt, aber wir hätten es offensiv etwas besser ausspielen können. Gerade in der ersten Halbzeit wären wir mit ein bisschen mehr Verlagerung vielleicht auch ein, zwei Mal alleine aufs Tor zugelaufen. Das erste Tor tut einfach so weh, weil es ein billiger Standard war, das Foul müssen wir vielleicht noch nicht einmal machen - und dann so ein einfaches Gegentor. Dann musst du aufmachen und dafür ist Leverkusen dann einfach zu stark. Da nutzen sie die Räume einfach. 

Florent Muslija: Wir haben 90 Minuten gut dagegen gehalten und waren gut dabei. Dann kriegen wir das Gegentor durch einen Standard. Wir haben versucht zurückzukommen, aber es sollte nicht sein. Das ist ärgerlich, aber so ist Fußball. Normalerweise sieht man die Spieler von Leverkusen immer im Fernseher, das ist schon ein geiles Gefühl, auch vor dieser Kulisse, gegen die zu spielen. 

David Pisot: Wir haben heute ein sehr gutes Spiel gemacht. Leider verlieren wir am Ende 0:3, aber wir haben 90 Minuten lang die Null gehalten. In der Liga wäre das ein Punkt gewesen. Aber im Pokal geht es dann eben über 120 Minuten. Wir haben es leider nicht geschafft, das 0:0 auch hier zu halten und ins Elfmeterschießen zu gehen. Man hat es gesehen: wir waren heute alle griffig. An diese Leistung müssen wir jetzt auch in der Liga anknüpfen. Ich denke wir können viel Selbstvertrauen mitnehmen. 

Sven Bender: Es war unnötig in die Verlängerung zu gehen. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, deshalb haben wir gesagt: Es hilft nichts, wir spielen einfach so weiter wie davor. Die Chancen kommen und wir müssen uns dann belohnen. Das haben wir dann in der ersten Halbzeit der Verlängerung sehr gut gemacht. Am Ende tut es gut nach der langen Vorbereitung mit einem Sieg zu starten. 


DFB-Pokal: KSC - Bayer Leverkusen

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Heiko Herrlich: Ich bin glücklich und zufrieden, dass wir die erste Runde im DFB-Pokal überstanden haben. Der KSC war sehr gut eingestellt auf uns. Kompliment an meine Mannschaft: Wir sind das Spiel seriös angegangen,  haben versucht Druck auszuüben und sind sehr gut ins letzte Drittel gekommen. Wir haben sehr viele Torchancen herausgespielt, da hat die Effizienz ein Stück weit gefehlt. In der Verlängerung haben wir es dann geschafft, diese Effizienz an den Tag zu legen. Ich bin zufrieden, weil ich weiß, wie schwierig solche Spiele sind.

Marc-Patrick Meister: Das Spiel birgt für uns zwei große Schätze und Erfolgsmomente, woran ich es gerne messen würde. Das eine ist das 0:0 nach 90 Minuten, indem wir mit viel Leidenschaft und  riesigem Engagement verteidigt haben. Das zweite ist, dass mit Ende des Spiels die Fans, die unüberdacht da draußen standen, nicht einfach heim sind, sondern der Mannschaft Respekt zollen und verabschiedet haben. Dafür möchte ich mich bedanken. Von der Einsatzbereitschaft war das Fußball pur. Das war das, was wir uns gegen diese ballsichere und schweineschnelle Truppe aus Leverkusen vorgenommen haben. Wir haben uns auch in der zweiten Hälfte der Verlängerung nicht hängen lassen, sondern einfach versucht den Ehrentreffer zu machen. Unterm Strich helfen uns solche Spiele, uns weiterzuentwickeln und unseren Weg zu gehen. 

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