Marvin Wanitzek
Bild: Caro Reisenauer
KSC mit Remis gegen Halle: "Es kotzt mich einfach nur noch an"
Karlsruhe
26.08.2017 18:23
Es war noch nicht die erhoffte Wende für den Karlsruher SC. Im letzten Spiel vor der Länderspielpause trennten sich die Badener 1:1 (0:1)-Unentschieden vom Halleschen FC. ka-news hat sich anschließend bei den Beteiligten umgehört.

Matthias Bader: Wir hatten gefühlt 90 Minuten Ballbesitz, sind aber wieder komplett sch***e reingekommen. Das Gegentor war komplett unnötig, der steht da komplett frei im Fünfmeterraum. Wir haben es versucht, sind angerannt, aber halt dem Rückstand nachgerannt - wie so oft. Am Ende hatten wir zwei Schüsse aus 16 Metern, davon kann man auch mal einen reinmachen. Nichts desto trotz haben wir es heute nicht so erzwungen, um das Ruder noch herumzureissen.

Anton Fink: Es kotzt mich einfach nur noch an, wenn wir die ganze Woche im Strafraum 1:1 versuchen zu verteidigen, die Flanken nicht zuzulassen. Dann die erste Aktion vom Gegner und daraus resultiert das Tor. Daran müssen wir schleunigst arbeiten, denn sonst geht es nach hinten los. Alles kannst du nicht verteidigen, aber im Moment ist es einfach zu billig, wie wir unsere Gegentore bekommen.

Marvin Wanitzek: Wir haben uns die ganze Woche viel vorgenommen, um heute den Schalter endlich umzulegen und drei Punkte einzufahren. Trotzdem spricht das Resultat wieder deutliche Worte. 1:1 ist natürlich viel zu wenig gegen Halle. Wir müssen weiter arbeiten, es bringt nichts, die Köpfe in den Sand zu stecken. Das Ziel ist auf jeden Fall nicht abgeschrieben mit dem Aufstieg. Wir müssen jetzt einfach die Kurve kriegen. Wir müssen endlich auf dem Platz abrufen, was wir im Training zeigen. Vielleicht kommt die Länderspielpause jetzt ganz gelegen, so dass sich jeder auch noch einmal selbst hinterfragt, ob er alles gibt für den KSC.

Fabian Schleusener: Wenn wir den Ball im letzten Drittel das ein oder andere Mal ein bisschen besser halten oder besser Spielen, kommen wir da auch zu Torchancen. Wenn der Innenpfosten-Schuss reingeht, sind wir mit einer ganz anderen Mentalität rein. Aber wir haben weitergemacht, und nicht aufgegeben. Das kann man positiv bewerten. Trotzdem wollten wir natürlich einen Dreier. Jetzt müssen wir die Pause nutzen und ganz hart arbeiten.

Zlatan Bajramovic: Wir sind bis zum Gegentor ordentlich ins Spiel reingekommen. Das was wir die Woche über gepredigt haben, einmal nicht in Rückstand zu geraten, hat sich leider nicht bewahrheitet. Dann ist es natürlich schwer gegen eine tief stehende Mannschaft die ganze Zeit den Druck hoch zu halten. Die Jungs haben es gut gemacht. Wenn du in so einem Fass drin bist, wo es fast immer gegen dich läuft, dann kommt man da auch schwer raus. Die Glücksmomente fehlen uns, aber die muss man sich erarbeiten. Beim Gegentor, wenn man den so flanken lässt, das Kopfballduell vorher nicht annimmt und in der Mitte so frei einschießen lässt, da fehlen die gewissen Prozente Wachsamkeit. Ich kann den Jungs aber keinen Vorwurf machen, die haben sich versucht reinzuhängen.

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