Lars und Sven Bender
Die Zwillingsbrüder Lars (l) und Sven Bender stehen beide bei Bayer Leverkusen unter Vertrag. Foto: Andreas Gebert
Bild: dpa
KSC empfängt Bundesligist: Bayer Leverkusen steht vor ungewisser Saison
Leverkusen/Karlsruhe
11.08.2017 10:00
Freitagabend, Flutlicht und durch das Wildparkstadion weht wieder ein Hauch von Bundesliga. In der ersten Runde des DFB-Pokals empfängt der Karlsruher SC um 20.45 Uhr Bayer Leverkusen. ka-news hat den Gegner unter die Lupe genommen.

Während die Hausherren bereits mitten in der Saison stecken und vier Partien absolviert haben, wird es für Leverkusen an diesem Tag das erste Pflichtspiel. Es wird auch der erste Prüfstein für Heiko Herrlich als neuer Cheftrainer. Der 45-Jährige übernahm die Werkself in diesem Sommer, nachdem er zuvor Jahn Regensburg in die zweite Liga geführt hatte. In Leverkusen will man nach einem turbulenten Jahr mit dem Ex-Profi wieder in ruhigere Fahrwasser kommen und die internationalen Ränge in Angriff nehmen. Denn dort gehört der Club nach eigenen Maßstäben hin. 

In der vergangenen Saison sind ist Roger Schmidt daran gescheitert. Tayfun Korkut wurde von Anfang an nur als Interimslösung präsentiert und konnte die Bosse um Sportdirektor Rudi Völler nicht vom Gegenteil überzeugen. Allerdings gab es personell einen gewaltigen Umbruch, Leverkusen hat mit Hakan Calhanoglu (AC Mailand), Chicharito (West Ham) und Ömer Toprak wichtige Spieler verloren. Kyriakos Papadopoulos wurde endgültig an den HSV verkauft. 

Startelfplätze fast alle vergeben

Auf der anderen Seite überstrahlt ein Neuzugang alle anderen. Die Werkself hat die Bender-Zwillinge wieder vereint und lockte Innenverteidiger Sven aus Dortmund. Er soll sofort eine der Stützen werden und gilt als gesetzt - auch mangels Alternativen.  Herrlich wartet noch auf den ein oder anderen Neuzugang. Ähnliches gilt für den Angriff. Die vorhandenen Spieler konnten in der Vorbereitung nur wenig überzeugen, blieb zuletzt in sechs Testspielen ohne Sieg. Die Generalprobe gegen Celta Vigo endete 3:3 (0:1). 

Die Aufstellung aus diesem letzten Test könnte ein Fingerzeig sein, was den KSC am Freitag erwartet. Bernd Leno im Tor dürfte gesetzt sein. Die Viererkette bestand gegen Vigo aus Wendell, Sven Bender, Jonathan Tah und Benjamin Henrichs. Im defensiven Mittelfeld könnten Dominik Kohr und Kevin Kampl gemeinsam agieren, nachdem Lars Bender am Freitag definitiv ausfällt. Noch keine Alternative dürfte hier Charles Aranguiz sein. 

Im Angriff setzt Herrlich vermutlich auf das Duo Kevin Volland und Kai Havertz, während Admir Mehmedi und Karim Bellarabi über die Außen flitzen könnten. Allerdings ließ sich Herrlich dann doch nicht ganz in die Karten blicken. Zu Wochenstart gab es noch ein internes Trainingsspiel, in dem sich alle Akteure anbieten konnten. "Wir müssen mit Sicherheit auf die Schnelligkeit aufpassen, die Leverkusen vorne hat", warnt KSC-Chefcoach Marc-Patrick Meister. 

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