SpVgg Greuther Fürth - Karlsruher SC
Bild: Timm Schamberger (dpa)
Ganz schwacher Auftritt: KSC wird in Köln überrollt
Köln
18.08.2017 20:24
Einen komplett gebrauchten Abend erwischte der Karlsruher SC. Der spielerisch schwache Auftritt gegen Fortuna Köln schlug sich auch im Ergebnis deutlich nieder. Die Badener mussten mit einer 0:4 (0:2)-Pleite die Heimreise antreten.

Im Vergleich zur Pokal-Partie gegen Leverkusen tauschte KSC-Cheftrainer Marc-Patrick Meister seine Startelf nur auf einer Position. Für den gesperrten Marvin Wanitzek kam Andreas Hofmann in die Partie. Die Gäste setzten damit auf eine etwas defensivere Variante im Mittelfeld. Nicht ohne Grund, denn die Kölner versuchten von Beginn an mit viel Tempo in Richtung Karlsruher Torraum zu kommen.

Bereits in der zweiten Minute hatten die Hausherren im Südstadion eine erste Möglichkeit, doch der Kopfball war für Torwart Benjamin Uphoff noch sichere Beute. In der siebten Minute war es dann die Querlatte, die den KSC von einem Rückstand bewahrte. Daniel Keita-Ruel stand vollkommen frei im Strafraum!

Die nächste gefährliche Szene ließ nicht lange auf sich warten und dieses Mal wurde es richtig teuer. Die Badener bekamen den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum befördert. Ausgerechnet Kai Bülow wurde hier zum großen Pechvogel, als er einen eigentlich harmlosen Querpass von Manuel Farrona Pulido in die eigenen Tormaschen beförderte (11. Spielminute).

"Köln war in der ersten Halbzeit eine Klasse besser"

Mit dem 1:0 im Rücken spielte Köln weiter schnell und geradlinig nach vorne, die Karlsruher hatten weiterhin alle Mühe und fanden keinen Zugriff. Besonders hart erwischte es Bülow, der auch das zweite Gegentor in der 33. Minute mit verschuldete. Er beging das Foulspiel, das zum entscheidenden Freistoß führte. Maik Kegel brachte den Ball hoch in den Strafraum, dort stand Bernard Kyere Mensah genau richtig und köpfte zum 2:0 ein.

Pech hatte auch Hofmann in der 40. Spielminute, als er im Strafraum gefoult wurde, aber keinen Elfmeter bekam. Der mehr als mäßige Auftritt der Badener in der ersten Halbzeit verärgerte auch Sportdirektor Oliver Kreuzer. Im Interview mit "Telekom Sport" erklärte er: "So spielt keine Mannschaft, die aufsteigen will. Fortuna Köln war in der ersten Halbzeit eine Klasse besser."

Die Gäste reagierten, brachten Fabian Schleusener für Marc Lorenz. Doch am Spielgeschehen änderte sich wenig. Köln legte sogar noch einen dritten Treffer nach! Bei einem Freistoß zeigte die KSC-Hintermannschaft erneut wenig Ordnung. Robin Scheu profitierte davon und stellte in der 50. Minute auf 3:0. Das war wohl ein Nackenschlag zu viel, denn vom KSC gab es keine große Gegenwehr mehr.

Bülow verletzt - KSC beendet Spiel in Unterzahl

Erst in der letzten Viertelstunde kamen die Karlsruher in der Offensive auch einmal zum Zug. Der Schuss von Schleusener war für Keeper Tim Boss kein Problem (77.). Kurz darauf wurde erst Siebecks Chance pariert, dann Bülows Schuss an den Pfosten gelenkt (78.). Pech für den Kapitän, der sich in dieser Situation verletzte. Er musste per Trage in die Kabine gebracht werden.

Da der KSC zu diesem Zeitpunkt bereits drei Mal gewechselt hatte, mussten die Badener die Partie in Unterzahl beenden. Auch das passte irgendwie zu diesem Spiel der Karlsruher - ebenso wie das vierte Gegentor in der 90. Minute durch Lars Bender.

Aufstellung Karlsruher SC: Uphoff - Camoglu, Pisot, Stoll, Siebeck – Hofmann (61. Vujinovic), Bülow - Muslija, Lorenz (46. Schleusener) - Fink, Zawada (75. Luibrand).

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