Karlsruher SC - Dynamo Dresden
Bild: Uwe Anspach (dpa)
Fünftes siegloses Heimspiel in Folge: KSC kann Ruder nicht herumreißen
Karlsruhe
15.05.2017 11:20
Auch beim letzten Heimspiel dieser Saison kann der Karlsruher SC keine Punktezuwachs auf seinem Konto verzeichnen. Es scheint, als sei in dieser Saison endgültig die Luft draußen. Das beweist auch ein Blick auf die Zahlen des Spiels.
Es bleibt in dieser absolut verkorksten Saison dabei: Der KSC kann keine zwei Spiele in Folge gewinnen. Nach dem 1:0 Sieg bei Greuther Fürth kassierten die Badener im letzten Heimspiel der Saison gegen Dynamo Dresden eine 3:4 Niederlage.

Nach dieser Heimniederlage belegen die Fächerstädter in etlichen Statistiken den letzten Platz. In der regulären Tabelle Position 18, Träger der "Roten Laterne." Die Badener haben auch die wenigsten Tore aller Zweitligisten erzielt: 26 Treffer in 33 Begegnungen. Das sind im Schnitt: 0,78 Tore pro Partie. Zudem stellen die Blau-Weißen die schlechteste Abwehr der Liga, kassierten 54 Tore in 33 Partien. Schnitt: 1,63 Gegentreffer pro Spiel.

Das 3:4 gegen Dynamo Dresden war die erste Heimniederlage der Badener gegen das Team aus dem Osten der Republik. Den Gästen gelang gegen den KSC nach fünf sieglosen Spielen in Serie erstmals wieder ein Dreier. Es war das fünfte Heimspiel in Folge, das die KSC-Profis nicht gewinnen konnten.

"Danach machten zu viele zu oft was sie wollten"

Dabei starteten die Schützlinge von Cheftrainer Marc Patrick Meister gut in die Partie, waren schon nach sieben Minuten durch Oskar Zawadas ersten Treffer in Liga zwei in Führung gegangen. Bis dahin erfüllten die Spieler den von Meister detailliert ausgearbeiteten und exakt vorgegebenen Matchplan. "Danach machten zu viele zu oft was sie wollten, nahmen die ihnen gegebenen Aufgaben nicht mehr wahr", so ein völlig frustrierter KSC-Kapitän Dirk Orlishausen.

Der KSC überließ den Gästen über weite Strecken die Initiative. Ballbesitz nach 30 Minuten: 41.2 Prozent. Zweikampfbilanz zu diesem Zeitpunkt: 46,1 Prozent. Ernüchternd die Anzahl der siegreich gestalteten Kopfballduelle: Von zehn Luftduellen gingen acht verloren. Im Laufe des Spiels verbesserte sich den Anteil beim Ballbesitz auf 53,7 Prozent.

Mehr Laufstrecke, aber weniger Duelle gewonnen

Die Zweikampfbilanz betrug nach zehn Minuten 60 Prozent pro KSC, wurde aber mit zunehmender Spieldauer immer schwächer. Die KSC-Profis hatten am Ende nur 44,5 Prozent der direkten Duelle am Boden gewonnen. In der Luft waren es gar nur 33,3 Prozent.

Zumindest läuferisch war das Engagement in Ordnung. Die Badener legten ordentliche 117,45 Kilometer zurück, rund 4.000 Meter mehr als die Dresdener.

Von den 16 abgegebenen Schüssen trafen lediglich drei das Gästegehäuse - die zappelten allesamt im Netz. Dennoch: 37,5 Prozent Schussgenauigkeit sind nicht optimal. Zumal sechs Schüsse aus weniger als 16 Metern Entfernung abgegeben wurden. Die Passgenauigkeit war mit 81,8 Prozent gut. Allerdings auch, weil rund die Hälfte der KSC Pässe nach hinten gespielt wurden.


KSC-Noten gegen Dresden

Spielernoten Dirk Orlishausen Severin Buchta David Kinsombi

Krebs erneut der laufstärkste Karlsruher

Bei den Fouls waren die Blau-Weißen zurückhaltender als die Gäste: 17 beim KSC, zu 24 auf Seiten der Dresdener. Wie so oft hatte Dennis Kempe die meisten Ballkontakte, nämlich 83. Martin Stoll foulte am häufigsten auf Seiten der KSC Spieler: insgesamt fünf Mal.

Einer der wenigen, der eine gute Partie bot, war der Elsässer Gaetan Krebs, nicht nur wegen seines Elfmetertores. Krebs lief am meisten: 11,5 Kilometer. Zudem hatte der kleine Krebs die beste Passquote mit 93,1 Prozent.

Der Pole Oskar Zawada erarbeitete sich seinen Tor-Doppelpack. Er sprintete am häufigsten: 31 Mal. David Kinsombi, der einen Elfmeter verursachte, war schnellster KSC-Spieler mit 34,05 km/h.

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