SV Sandhausen - Karlsruher SC SV Sandhausen - Karlsruher SC
Bild: Uwe Anspach (dpa)
Absturz geht weiter: KSC auch in Sandhausen ohne Chance
Sandhausen
23.04.2017 15:16
Es gibt scheinbar nur noch eine Richtung für den Karlsruher SC: der freie Fall. Mit der 0:4 (0:2)-Niederlage im badischen Duell beim SV Sandhausen rückte die dritte Liga wieder ein großes Stück näher.

Im Vorfeld hatte Marc-Patrick Meister angekündigt, dass die Karlsruher mutig nach vorne spielen wollen. Dies gelang in Ansätzen, allerdings ohne die ganz große Gefahr auszustrahlen. Ein Freistoß von Gaetan Krebs, der deutlich das Ziel verfehlte, war die beste Gelegenheit (5. Spielminute). Nach einer Viertelstunde schloss Yann Rolim einen Sololauf per Schuss neben das Tor ab.

Auf der Gegenseite leistete sich ausgerechnet Kapitän Dirk Orlishausen einen kapitalen Fehler. Nach Rückpass von Jordi Figueras versprang dem Torwart der Ball. Richard Sukuta-Pasu stibitzte sich das Leder und traf ins leere Tor zum 1:0 für Sandhausen (17. Spielminute). Vier Minuten später die große Chance für den SVS einen zweiten Treffer nachzulegen. Dieses Mal war Orlishausen gegen Manuel Stiefler aber zur Stelle.

Pledl legt noch vor der Pause nach

Meister trieb seine Mannschaft an, weiter nach vorne zu spielen. Doch die Verunsicherung war nun zurück beim KSC. Entsprechend einfach ging es, dass Thomas Pledl in der 33. Spielminute auf 2:0 stellte. Sukuta-Pasu setzte sich gegen vier (!) Karlsruher durch, steckte den Ball zum Mitspieler durch und dieser verwandelte mühelos. Ein Schuss von Rolim genau in die Arme des SVS-Torwarts (39.) war eines der wenigen Lebenszeichen der Gäste. Sandhausen hatte das Geschehn komplett im Griff.

Wieder einmal für unschöne Szenen sorgten die Anhänger des KSC. Diese sorgten kurz vor der Halbzeitpause für eine kurze Spielunterbrechung, als die bei einem Eckball für den SVS Gegenstände auf den Rasen warfen. Es war eine weitere Verfehlung, der bereits mehrfach unschön aufgefallenen "KSC-Fans". Immerhin gab es auch sportlich noch einmal etwas zu vermerken, als Charis Mavrias aus dem Lauf abzog. Knaller parierte jedoch (45.).

Warten auf das erste Meister-Tor

Es war die letzte Aktion des Griechen, der zu Beginn der zweiten Halbzeit durch Marvin Mehlem ersetzt wurde. Dazu kam Bjarne Thoelke für Figueras ins Geschehen. Dies brachte auch eine taktische Umstellung mit sich. Meister änderte das System von einer defensiven Fünferkette zur Viererkette. Doch Stabilität gab dies kaum. Erst musste Orlishausen gegen Stiefler klären, dann verzog Pledl (52.).

Auf der Gegenseite versuchte Stefan Mugosa sein Glück. Doch das erste Tor unter Chefcoach Meister wollte auch an diesem Tag nicht fallen. Stattdessen schlug der Ball wieder einmal auf der Gegenseite ein: Sukuta-Pasu wurde in Höhe der Mittellinie auf die Reise geschickt und ließ Thoelke regelrecht stehen. Orlishausen war ohne Abwehrchance und so hieß es in der 69. Spielminute 3:0. Doch damit nicht genug, in der 90. Minute kassierte der KSC noch das vierte Ding, Jakub Kosecki traf.

Trotz der bitteren Pille im badischen Nachbarschaftsduell ist der KSC rechnerisch noch immer nicht abgestiegen. Dieses Schicksal droht nun ausgerechnet am Samstag (13 Uhr) im heimischen Wildparkstadion gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Aufstellung SV Sandhausen: Knaller - Klingmann (46. Thiede), Karl, Knipping, Roßbach - Kulovits (80. Lukasik), Linsmayer - Pledl, Stiefler, Vollmann (64. Kosecki) - Sukuta-Pasu.
Karlsruher SC: Orlishausen - Mavrias (46. Mehlem), Konsombi, Figueras (46. Thoelke), Gimber, Bader - Krebs, Yamada (72. Zawada) - Rolim - Hoffer, Mugosa.

157 Kommentare

Hinweis: Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren. Bitte beachten Sie die Kommentarregeln.
Betreff/Titel


Ihr Kommentar

Noch Zeichen