Polizeiaufgebot im Stadion
(Symbolbild)
Bild: marvinguengoer.de
KSC vs. VfB: Über 1.000 Polizisten sichern Risiko-Derby!
Karlsruhe
19.10.2016 07:00
Es ist eine Rivalität mit einer langen Tradition: Sieben Jahre liegt das letzte Derby zwischen dem Karlsruher SC und dem VfB Stuttgart bereits zurück. Am 30. Oktober trifft der KSC im Wildpark wieder auf den Bundesliga-Absteiger aus der Landeshauptstadt. Am feindlichen Verhältnis zwischen den organisierten Fans beider Vereine hat sich durch die lange Wartepause nichts geändert. Die Polizei zieht massive Einsatzkräfte zusammen.

Die bestehende Rivalität zeigt sich aktuell auf Karlsruhes Straßen und im Netz: Mit einer Plakat-Aktion riefen Unbekannte offen zur "Schwabenjagd"  auf. Die Plakatierung hat Folgen: KSC-Präsident Wellenreuther erstattete Anzeige, der Fall liegt nun bei Polizei und Staatsanwaltschaft.

Auch Fritz Rüffel, Einsatzleiter der Karlsruher Polizei, hat die Aktion genau beobachtet. Eine solche Dimension habe er noch nicht erlebt, so der erfahrene Polizist im Gespräch mit dem Südwestrundfunk. Zur exzessiven Gewalt haben die vermeintlichen Fans so bislang noch nie aufgerufen.

"Das Plakat ist ein Indiz dafür, dass Gewaltbereitschaft vorhanden ist", erklärt Rüffel auf Anfrage von ka-news. Und nicht nur einige Karlsruher Fans setzen offen auf Konfrontation: So existiert auf der Stuttgarter Seite eine eigene Facebook-Gruppe, die sich den Namen "Tod und Hass dem KSC" gegeben hat.

Großaufgebot der Polizei soll Derby sichern

Vor dem Derby bereiten sich die Beamten von Landes- und Bundespolizei auf alle Gegebenheiten vor. Die Karlsruher sowie die Stuttgarter Bundespolizei haben sich dabei mit dem Karlsruher Polizeipräsidium abgestimmt. Allein die Landespolizei ist bei der Begegnung im Wildparkstadion mit rund 1.000 Beamten vor Ort, wie Rüffel ankündigt. "Wir ziehen dabei auch Personal und Spezialeinsatzkräfte aus anderen Polizeipräsidien zusammen."

Während die Landespolizei vor allem für die Sicherung des Wildparkstadions zuständig ist, wird die Bundespolizei nach eigener Aussage in Zügen und an Bahnhöfen im Einsatz sein. Wie viele Bundespolizisten das sein werden, steht derzeit noch nicht fest.

Das Ziel der Polizei an diesem Tag: Gewalttätige Übergriffe und Auseinandersetzung zwischen unterschiedlichen Gruppierungen verhindern. So werde man sowohl am Birkenparkplatz als auch am Adenauerring zusätzliche Gitter anbringen, schildert Rüffel.

Genauere Angaben will er aus einsatztaktischen Gründen nicht machen. Eines betont der Einsatzleiter im Gespräch mit ka-news allerdings: "Wir werden keine KSC-Fans am Gästeeingang dulden und das polizeilich unterbinden."

Mehr zum Thema:

"Schwabenjagd" in Karlsruhe: Plakate rufen Polizei auf den Plan 

Über 300 Polizisten im Einsatz: Fanrandale beim KSC-Spiel

KSC-Reaktionen nach dem Spiel: "Das gehört nicht in ein Fußballstadion" 

Risikospiele des KSC: "Wir wollen die Situation nicht erschweren"

Mehr zum Thema:
KSC vs. VfB Stuttgart:
  • Schnell geklickt:
Es ist eine Rivalität mit einer langen Tradition: Wenn der Karlsruher SC auf den VfB Stuttgart trifft, ist das kein gewöhnliches Spiel. Alles rund um die Begegnung KSC gegen VfB Stuttgart haben wir hier für Sie zusammengestellt.

57 Kommentare

Hinweis: Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren. Bitte beachten Sie die Kommentarregeln.
Betreff/Titel


Ihr Kommentar

Noch Zeichen

Loggen Sie sich ein, um einen Kommentar zu schreiben!

Falls Sie noch nicht registriert sind, können Sie sich mit "Registrieren" ein kostenloses Benutzerkonto anlegen.