VfB Stuttgart - Karlsruher SC
Bild: Deniz Calagan (dpa)
Hammerstrafe: KSC gegen Dresden ohne Stehplätze und Tageskarten
09.05.2017 17:26
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat den Karlsruher SC nach den schweren Zuschauer-Vorkommnissen im Zweitligaspiel gegen den VfB Stuttgart zu einem Meisterschaftsspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit ("Geisterspiel") am Sonntag zu Hause gegen Dynamo Dresden (Anpfiff 15.30 Uhr) verurteilt.

Ausgenommen von diesem Ausschluss sind Dauerkarteninhaber für Sitzplätze (nicht jedoch in den Bereichen B1 und B2), die in den Blöcken E1 und E2 unterzubringenden maximal 2.400 Gästefans sowie VIP-Karteninhaber und Rollstuhlfahrer. 

Darüber hinaus erhält der KSC wegen eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger im Spiel beim 1. FC Nürnberg eine Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro. Der Verein hat das vom DFB-Kontrollausschuss in der mündlichen Verhandlung beantragte Urteil bereits akzeptiert, das Urteil ist damit rechtskräftig.

Situation verlangt außergewöhnliche Strafe

Hans E. Lorenz, der als Vorsitzender des DFB-Sportgerichts die Sitzung in Frankfurt leitete, sagte zur Urteilsbegründung auf "dfb.de": "Die Vorfälle in Stuttgart waren von Umfang und Schwere so außergewöhnlich, dass auch die Sanktion eine außergewöhnliche sein muss. Es ist im Interesse des Wettbewerbs, dass die Strafe noch in dieser Saison vollstreckt werden kann."


VfB Stuttgart - KSC

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Beim Spiel in Stuttgart hatten etwa 150 KSC-Zuschauer zunächst vor Anpfiff den Block gestürmt und später durch zahlreiche und massive Pyro-Vergehen dafür gesorgt, dass die Begegnung in der 17. Minute für rund zweieinhalb Minuten unterbrochen werden musste und sich der Beginn der zweiten Halbzeit um etwa sechs Minuten verzögerte.

Eine Gesundheitsgefährdung anderer Zuschauer und am Spiel Beteiligter wurde dabei billigend in Kauf genommen. Während des Spiels in Nürnberg gab es ferner Böller- und Becherwürfe eines KSC-Zuschauers in Richtung des Spielfeldes.

Aktualisierung, 18.40 Uhr:

In einer Pressemitteilung meldet sich nun auch der Verein zu Wort. "Dieses Urteil trifft den KSC hart. Wieder einmal müssen wir als Verein aufgrund eines krassen Fehlverhaltens sogenannter Fans finanzielle Einbußen hinnehmen", erklären KSC-Präsident Ingo Wellenreuther und die beiden Vizepräsidenten Günter Pilarsky und Holger Siegmund-Schultze.  

"Wir bedauern es außerdem sehr, dass nun viele unserer treuen und friedfertigen Anhänger in den Stehplatzbereichen ebenso unter den Folgen der für den Verein und für alle echten KSC-Fans beschämenden illegalen Vorkommnisse leiden müssen."  Der Verein will in den kommenden Tagen weiter über die organisatorischen Details zum Heimspiel am Sonntag, 14. Mai, informieren.

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