Wildparkstadion in Karlsruhe
(Symbolbild)
Bild: dpa
Parteien zum Stadionbau: "Scheitern des Stadionneubaus wäre ein fatales Signal"
Karlsruhe
23.09.2016 18:00
SPD-Fraktion appelliert an Vernunft der KSC-Vereinsführung Auf die aktuellen Entwicklungen in Sachen Neubau Wildparkstadion reagiert die SPD-Gemeinderatsfraktion mit tiefer Besorgnis. "Nach dem großen Vertrauensvorschuss des Gemeinderates würde es die SPD-Fraktion außerordentlich bedauern, wenn es jetzt nicht endlich zu einem Stadionneubau käme", so die Fraktion in einer Mitteilung an die Presse.

"Die Stadt, die Fans, wir alle standen nach langen, harten Verhandlungsjahren noch nie so dicht vor dem endgültigen Votum für einen Stadionneubau. Die KSC-Führung darf dieses Vertrauen und diese einmalige historische Situation nicht verspielen", kommentiert Fraktionsvorsitzender Parsa Marvi.

"Wir appellieren an die Vernunft der KSC-Spitze"

"Klar ist aber, dass es keine weiteren finanziellen Spielräume seitens der Stadt und des Gemeinderates mehr gibt. Wenn mit dem Oberbürgermeister getroffene Kompromisse wieder in Frage gestellt werden, bei Gesprächen nicht alles auf den Tisch kommt und eine weitere Abklärung offener Punkte kurz vor der Hauptversammlung nicht für nötig befunden wird, dann sei dies vollkommen inakzeptabel", beurteilt der Vorsitzende die gegenwärtige Situation.

"Wir appellieren an die Vernunft von Herrn Wellenreuther und der KSC-Spitze. Lassen Sie den Stadionneubau nicht am KSC scheitern. Es wäre ein fatales Signal für die Fans und die Stadt Karlsruhe", so Marvi.

FDP fordert "Der Knopf muss ans Stadion dran!"

Auch die FDP fordert: "Der Knopf ans Stadion muss jetzt dran!" Oberbürgermeister Mentrup habe wie sein Amtsvorgänger den Neubau des Wildparkstadions nun bis kurz vor den Abschluss bekommen. Jetzt ist es unerlässlich die letzten Schritte mutig und vertrauensvoll gemeinsam zu gehen.
 
Nach eigener Aussage bemängelt der OB den fehlenden Mut des KSC-Präsidiums und fordert mehr Vertrauen in die Stadtverwaltung ein. Dieser Vorgang zeige deutlich, dass ein solch großes Projekt für Stadt und den traditionsreichen Fußballverein auf mehrere Schultern verteilt werden muss. So die Pressemitteilung. "Bereits vor über einem Jahr forderten wir die Beteiligung des Gemeinderats und damit der Öffentlichkeit an den direkten Verhandlungen zwischen KSC und Stadtverwaltung. Die vergangenen Dispute zeigen nun, dass es nötig ist, ein 'Mehr-Augen-und-Ohren-Prinzip' bei den Verhandlungen auf der Arbeitsebene zu erstellen", so Thomas Hock, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten-FDP im Karlsruher Gemeinderat.

"Wir schlagen vor, dass der Gemeinderat und die Mitglieder des KSC jeweils eine Vertrauensperson benennen, die auf ehrenamtlicher Basis an den Gesprächen teilnimmt, um somit das Vertrauen in das gesprochene Wort zu stärken", so Hock weiter. "KSC und Stadt, sowie der Gemeinderat müssen für ein derart großes Projekt gegenseitig verlässliche Partner sein und mutig miteinander agieren. Daher fordern wir auf, die Verhandlungen, wie anvisiert, bis Ende Oktober abzuschließen und die vorliegenden Verträge zu unterzeichnen und notariell beurkunden zu lassen", so Thomas H. Hock abschließend.  
 

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