Wildparkstadion
Bild: ka-news
KSC-Stadiondebatte: Spitzengespräch zwischen OB und Präsidium
Karlsruhe
09.10.2013 02:23
Es scheint sich etwas zu bewegen im jahrelangen Stadionstreit um die neue Heim- und Spielstätte des Karlsruher SC. Deutliche Worte waren jüngst aus dem Gemeinderat im September zu hören: Der KSC soll im Wildpark bleiben. Nun kommt es zur Aussprache zwischen Stadt und Verein: Wer will was und wer bezahlt was? Ein Gespräch zwischen Oberbürgermeister Frank Mentrup und dem KSC-Präsidium dazu findet am Mittwoch statt.
Oberbürgermeister Frank Mentrup hat sich schon im OB-Wahlkampfs klar für den Standort Wildpark ausgesprochen. " Das Wildparkstadion ist in seiner Atmosphäre gerade auch wegen seiner Lage einzigartig ", betonte er vor rund einem Jahr.

Gemeinderat favorisiert Standort Wildpark

Der Gemeinderat scheint nun diese Ansicht zu unterstützen, nur die "Art" des neuen Stadions sorgt noch für Streitpunkte. Trotz aller Uneinigkeiten über Sanierung oder Neubau - fest steht für die Stadträte nach der Debatte im Gemeinderat eines: Der KSC bleibt im Wildpark. Doch wie ein neues Stadion aussehen konnte oder wie es finanziert werden soll, ist noch nicht geklärt.

Die KSC-Vereinsspitze hätte nach wie vor am liebsten ein Stadion an der Autobahn. KSC-Präsident Ingo Wellenreuther erklärte kürzlich im ka-news-Interview: "Aus verschiedenen Gründen glauben wir aber, dass ein Stadion an der Autobahn von der Vermarktung, von der Sicherheit, von der Erreichbarkeit und von der Parkplatzsituation die viel bessere Lösung ist. Wenn der Karlsruher Gemeinderat das nicht will, dann nehmen wir das zur Kenntnis und bedauern es." Zur aktuellen Debatte sagte Wellenreuther: "Mittlerweile setzt sich ja die Meinung durch, dass wenn das Stadion im Wildpark bleiben sollte, ein neues Stadion gebaut werden muss. An das alte Stadion etwas anstückeln, sanieren oder anbauen, das ist keine gute Lösung. Der KSC ist für alle Standorte offen, wenn es eine gute Lösung gibt."

KSC will Neubau - am besten an der Autobahn

Die Entscheider müssten bedenken, dass der KSC "falls im Wildpark neu gebaut werden soll - die Bauphase finanziell überleben können muss", so Wellenreuther. Das sei zwingend erforderlich, sonst sei das Stadion zwar fertig, aber der KSC kaputt. Der Verein werde sich über die Punkte "Einnahmeverluste, Vermarktung, Jugendarbeit, Sicherheit und Parkplätze" mit dem "Oberbürgermeister am 9. Oktober austauschen". Der Verein brauche dafür eine gute Lösung, so der KSC-Präsident.

Am Rande der Stadion-Diskussion meldete sich auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) am Dienstag in einer Pressemeldung zu Wort: "Die Wirtschaft in der Technologieregion Karlsruhe spricht sich für den Neubau des KSC-Stadions aus. Das ist das erste Ergebnis einer von der IHK Karlsruhe in Auftrag gegebenen Untersuchung, die in den kommenden Wochen fertiggestellt wird. Bei der repräsentativen Umfrage bezeichnen fast 80 Prozent der Unternehmen die Stadiondiskussion als wichtig. Für eine deutliche Mehrheit bietet ein neues Stadion einen deutlichen Mehrwert gegenüber einer Renovierung. Hierbei ging es ausschließlich um die Frage Neubau oder Renovierung, unabhängig von jeglicher Standortdiskussion."

"Vier-Augen-Gespräch" am Mittwoch

Am Mittwoch setzen sich Stadt und KSC mit ihren jeweiligen Vorstellungen gemeinsam an einen Tisch. Einen genauen Ort sowie die Uhrzeit wollte man seitens der Stadt auf ka-news-Anfrage nicht bekannt geben, da es sich um ein nicht öffentliches "Vier-Augen-Gespräch" handele. Hier soll nun geklärt werden, wie Stadt und Verein in Sachen Stadionfrage zusammenkommen können.

Im Anschluss an das Treffen werden Oberbürgermeister Frank Mentrup und KSC-Präsident Ingo Wellenreuther am Mittwochabend die Medien über zentrale Inhalte des Gesprächs informieren. ka-news ist vor Ort und wird darüber berichten.

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