Fussball 2.Bundesliga, SV Darmstadt 98 - Karlsruher SC
Angst vor Randalen und Vandalismus: Einige Fans der TSG Hoffenheim sprechen sich in einer Online-Petition dagegen aus, KSC-Heimspiele während des Wildpark-Neubaus in Sinsheim auszutragen. (Archivbild)
Bild: fu-fotografie
Angst vor Randalen: Hoffenheim-Fans gegen KSC-Heimspiele in Sinsheim
Karlsruhe
16.01.2015 06:03
Wo spielt der Karlsruher SC während des Wildpark-Neubaus? Geht es nach einigen Fans der TSG Hoffenheim, jedenfalls nicht in deren "Schmuckkästchen" in Sinsheim. In einer Online-Petition wenden sich knapp 500 TSG-Fans gegen die Ausweich-Spielstätte in Nordbaden - sie befürchten Vandalismus seitens einiger KSC-Anhänger. Doch ist ihre Sorge berechtigt? ka-news hat bei der Stadt Karlsruhe nachgehakt.

Die Initiatoren der Online-Petition befürchten, dass die Rhein-Neckar-Arena inklusive der Fankurve der TSG-Fans "durch randalierende Fangruppierungen des KSC, die der TSG Hoffenheim offensichtlich nicht wohlgesonnen sind, mit Tausenden Aufklebern verschmutzt oder durch Mutwillen gar erheblich beschädigt wird." Weiter erklären sie: Wir würden gern unser Schmuckkästchen vor Schäden bewahren, um es zu erhalten, wie es ist."

Bauen unter Spielbetrieb ist möglich

Ihre Befürchtungen stützen sie eigenen Angaben zufolge auf das Verhalten einiger KSC-Fans in der Vergangenheit. Es sei klar geworden, dass einzelne Fangruppen der Blau-Weißen nicht davor zurück schreckten, Unruhe in fremden Stadien und Innenstädten zu stiften. Dies erfordere zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen und erhöhe den finanziellen Aufwand, argumentieren sie.

Dabei könnten die Sorgen der Hoffenheimer Fans völlig unbegründet sein. Eine Sprecherin der Stadt Karlsruhe erklärt auf Nachfrage von ka-news: "Eine abschließende Entscheidung, ob und wo Heimspiele anderswo, etwa in Sinsheim, ausgetragen werden, ist noch nicht gefallen." Die Stadt erstellt derzeit zusammen mit dem Verein ein Gesamtkonzept zum Stadionneubau.

Es deute sogar vieles auf ein "Bauen unter Spielbetrieb", also auf einen Verbleib im heimischen Wildpark hin, erklärt die Sprecherin mit Blick auf den Sachstandsbericht Wildparkstadion. Dort heißt es: "Der Umbau beziehungsweise sukzessive Neubau des Stadions an gleicher Stelle wie das heutige Wildparkstadion ist während des laufenden Spielbetriebs möglich. Die dadurch entstehenden Mehrkosten sind geringer als die temporäre Verlagerung des Spielbetriebs." Lediglich bei einzelnen Spielen könnte eine Verlegung in eine provisorische Heimstätte sinnvoll sein.

Klicken Sie hier, um direkt zur Online-Petition zu gelangen. (Externer Link)

Hier geht's direkt zum Sachstandsbericht Wildparkstadion. (Externer Link)

Mehr zum Wildpark-Neubau bei ka-news:

Hier geht's zum Wildpark-Dossier auf ka-news!

Die 3D-Animation im "Wildpark TV" gibt's hier!

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