Stoppelkamp im Interview
Moritz Stoppelkamp nach dem Spiel gegen Würzburg im Interview mit ka-news.
Bild: Daniel Karmann
KSC-Profi Stoppelkamp ist heiß aufs Derby: "Das wird ein richtig geiles Spiel"
Karlsruhe
26.10.2016 07:00
Unter den vielen Neuzugängen des Karlsruher SC ist er bisher der absolute Volltreffer: Moritz Stoppelkamp. Der Offensivspieler überzeugte in jeder Partie - und jetzt trifft er auch noch. Beim verdienten 2:0 Erfolg in Würzburg erzielte "Stoppel" das so wichtige Führungstor für die Badener. Mit dem vorbildlichen Profi sprach Peter Putzing.

Herr Stoppelkamp, war dieses 2:0, dieser erste Auswärtssieg des KSC in der laufenden Saison, die Wende hin zum Guten?

Ich habe uns zuvor nicht so schlecht gesehen…

Aber ergebnistechnisch war das zuvor nicht so prickelnd.

Wir haben aus den letzten vier Spielen sieben Punkte geholt. Und wenn Rensing in Düsseldorf nicht das Ding in der 90. Minuten sensationell hält, hätten wir von den vier letzten Pflichtspielen drei gewonnen. Gegen Nürnberg haben wir 0:3 verloren. Das hört sich sehr schlecht an. Aber wenn man den Spielverlauf anschaut, wäre auch da mehr drin gewesen. In Würzburg ist unser Plan aufgegangen. Obwohl wir dort auch Chancen liegen gelassen haben.

Das heißt die Wende zum Guten hin ist schon vorgenommen?

Wie man es nennt, ist egal. Es sprangen zuletzt mehr Punkte raus – und das soll so weitergehen.

Das Team agiert seit ein paar Spieltagen defensiver. Passt das besser zum vorhandenen Kader?

Das kann man so oder so sehen. Wir haben auswärts gespielt, da wollten wir zunächst kompakt stehen. Dass man in Würzburg nicht den Hurra-Fußball spielt, ist logisch. Trotzdem: Wir spielen mit zwei Stürmern, wollen Chancen kreieren. Das ist uns in Würzburg gut gelungen. 

Sie wurden in bei den Kickers wieder auf die offensive linke Außenbahn beordert und haben dort richtig stark gespielt. Es scheint so, als liegt ihnen das besser. Und: Spielen Sie dort lieber als im zentralen Mittelfeld?

Wenn der Trainer sagt, dass ich der Mannschaft in der Mitte am besten helfen kann, dann spiele ich in der Mitte, wenn er sagt außen - dann außen. Ich bin nicht auf mich fokussiert. Ich will, dass die Mannschaft Erfolg hat.

War der Führungstreffer bei den Kickers der verdiente Lohn dafür, dass Sie sich in jeder Partie den Hintern aufreißen? Dass Sie sich immer total engagieren?

(lacht) Das macht die ganze Mannschaft. Wir geben Gas - immer. Auch anfangs, als die Ergebnisse nicht so gestimmt haben. Es war nach dem 0:3 gegen Nürnberg nicht einfach, dies einfach so abzuschütteln. Aber wir haben diese Situation gut gemeistert. Wir haben im Training viel über Charakter gesprochen und den gezeigt. Zum Tor: ich versuche immer mein Bestes zu geben, es gelingt nicht immer alles. Aber ich bin froh, dass ich mit dem Tor belohnt wurde, auch wenn der Schuss abgefälscht wurde. 

Hat der Sieg so viel Selbstvertrauen gebracht, dass Sie an einen Sieg im Derby gegen den VfB Stuttgart glauben?

Ich glaube immer daran, dass wir gewinnen können. Ich hätte auch bei einem 0:4 in Würzburg dran geglaubt, dass wir Stuttgart besiegen können. Das wird ein besonderes Spiel. Für die Fans, für den Verein, die Region – für uns Spieler. Das wird ein richtig geiles Spiel. Das sind die Spiele mit Brisanz, auf die man sich ganz besonders freut. Die Partie hat etwas "Pokalcharakter", da geht es irgendwie um alles. 

Ist diese Partie für Sie, einen gebürtigen Duisburger, überhaupt ein Derby?

Natürlich ist das auch für mich ein Derby. Ein Derby ist ein Derby - da ist es egal, ob ich aus dem Ruhrgebiet komme. Die Wichtigkeit des Spiels ist mir bewusst. Die Kulisse wird ganz sensationell sein. Ausverkauft - klasse.

Wo liegen die Stärken und Schwächen des VfB?

Wir haben noch keine Videoanalyse gemacht. Aber der VfB ist durchweg top besetzt.

Sie haben schon erfolgreich Elfmeter geschossen. Enrico Valentini hat zuletzt gepatzt. Werden Sie antreten, falls es einen Elfer gegen den VfB gibt?

Das werden wir sehen, falls es dazu kommt.

Die Fragen stellte Peter Putzing.

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